Vorwort
-
Um es am Anfang ganz klar zu
sagen
und sich von falschen
Freunden zu distanzieren.
Antisemitismus, Rassismus
ist ohne wenn und
aber zu bekämpfen und
abzulehnen. Darum geht es
nicht auf dieser Seite.
Rechtsradikale, Nazis und
Antisemiten sind hier am
falschen Platz.
Wir erleben aber in den
letzten Jahren bevorzugt
(und diese Herren wissen gar
nicht wie sehr sie
Israel schaden), das Kritik
an der israelischen
Regierung, zu schnell
diffamierend, abwehrend in die
Schublade Antisemitismus
geschoben wird. (Siehe
die Gruppe
Honestly Concerned).
Mehr oder weniger "perfekt"
manipuliert man, verwerflich
die Öffentlichkeit und
benutzt den
Antisemitismusvorwurf um
Kritiker der isr. Regierung
eine offene freie
demokratische
Berichterstattung zu
verhindern.
Die Antisemitismuskeule
darf nicht eine Waffe
werden, die man benutzt
um unliebsame Kritik,
Kritiker mundtot zu
machen.
E. Arendt
Denken Sie, dass Israel ein Staat der Schande geworden ist?
-
„Nein. Wir sind nicht ein
Staat der Schande oder eine üble Gesellschaft. Aber wir haben das Gefühl
für Schändliches verloren. Wir sind gleichgültig und blind geworden. Wir
empfinden nichts mehr und sehen nichts mehr. Erst letzte Woche besuchte
ich ein wohl bekanntes Gymnasium in Jerusalem. Eine ganze Reihe der
Schüler, mit denen ich sprach, erzählten mir schreckliche Dinge. Sie
sagten: wenn wir Soldaten sind, werden wir alte Leute, Frauen und Kinder
töten, ohne uns Gedanken darüber zu machen. Wir werden sie vertreiben,
wir setzen sie in Flugzeuge und fliegen sie in den Irak. Wir werden
Hunderttausende von ihnen ausfliegen. Millionen. Und die meisten der
Schüler im Auditorium klatschten zu diesen Äußerungen Beifall. Sie
unterstützten sie sogar dann, als ich einwarf, so haben die Leute vor 60
Jahren in Europa geredet. Ich bin also wirklich beunruhigt, sogar
alarmiert. Ich glaube, wir verinnerlichen immer mehr eine Norm, die
nicht die unsere ist..... Avraham Burg -
Quelle
Würde man mich nach meiner Meinung
fragen, würde ich den jüdischen
Gemeinden in der Welt folgendes
raten: Zerbricht diesen Zauberkreis.
Entwaffnet die Antisemiten. Befreit
euch von der automatischen
Solidarität mit allem, was unsere
Regierungen tun. Lasst euer Gewissen
reden. Kehrt zurück zu den
traditionellen jüdischen Werten von
„Gerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst
Du suchen“. Solidarisiert euch mit
dem anderen Israel, welches für
solche Werte kämpft.
mehr
Abraham Melzer
("...
Rassismus ist eine Art
Virus, der in jeder Nation
und in jedem menschlichen
Wesen existiert. Jean-Paul
Sartre sagte, wir seien alle
Rassisten. Der Unterschied
liegt nur darin, dass einige
von uns dessen bewusst sind
und dagegen ankämpfen,
während andere diesem Übel
erliegen. In normalen Zeiten
gibt es eine kleine
Minorität eklatanter
Rassisten in jedem Land;
aber in Zeiten der Krise
kann ihre Zahl plötzlich
katastrophal wachsen. Das
ist eine ständige Gefahr,
und jedes Volk muss gegen
die Rassisten in seiner
Mitte kämpfen... Uri Avnery)
".. ich bitte euch ausdrücklich, euch nicht
verführen zu lassen von falschen Hoffnungen
und euch und eure Bekannten nicht vergiften
zu lassen von dem Gift der Schuldgefühle,
das so viele gute Menschen in Deutschland
lähmt. Lasst euch nicht einschüchtern von
der verbrecherischen Propaganda, die eure
edlen und ehrlichen Versuche im Einsatz für
Frieden und Gerechtigkeit als Antisemitismus
anprangert." Reuven Moskovitz
ist moralisch
verabscheuungswürdig. Es
waren Hunderte von Jahren
nötig und Millionen von
Opfer, um Antisemitismus –
eine spezielle Form von
Rassismus, die historisch
zum Genozid führte – in ein
Tabu zu wandeln. Menschen,
die dieses Tabu
missbrauchen, um Israels
rassistische und genozidale
Politik gegenüber den
Palästinensern zu
unterstützen, tun nichts
anderes, als die Erinnerung
an jene jüdischen Opfer zu
schänden, ...."
Ran Ha Cohen mehr >>>
"Gemessen
an dieser Philippika bin ich zweifellos
ein Antisemit. Ich bekenne freimütig, daß ich alle diese oder ähnliche
Antisemitismen auf dem Kerbholz habe.
Man kann, zumindest privatim, glaubhaft
dementieren, daß man Jude ist, aber man
kann nicht glaubhaft dementieren, daß
man Antisemit ist. Man muß damit leben,
und ich kann der stetig wachsenden Zahl
von Mitleidensgenossen zwischenzeitlich
versichern, daß man damit leben kann.
Beim ersten Mal, da tut’s noch weh, aber
man kann damit leben. Jedenfalls besser
als jeder Palästinenser, der in dritter
Generation in einem Flüchtlingslager
aufgewachsen ist, also sein Schicksal
einer anderen zionistischen Spezialität
verdankt, der ethnischen Säuberung. Wenn
man sich jahrzehntelang damit befaßt
hat, dann weiß man, daß im Zionismus
schon lange mit gezinkten Karten
gespielt wird. Im Lager der Linksdenker
noch mehr als in dem der Rechtshänder.
Anderswo in der Welt betrügt man
genauso, aber niemand sonst kann es sich
so anhaltend und so ungestraft leisten.
Ach, diese Leute müssen sich geradezu
ermutigt fühlen, ihre Trümpfe zu
überreizen. Weiß Gott, sie werden es
noch dahin bringen, daß das letal
gemeinte Wort Antisemit zu einem
Ehrentitel wird." -
Prof. Helmut Spehl über Helmut
Spehl
"Gemessen
an dieser Philippika bin ich zweifellos
ein Antisemit. Ich bekenne freimütig, daß ich alle diese oder ähnliche
Antisemitismen auf dem Kerbholz habe.
Man kann, zumindest privatim, glaubhaft
dementieren, daß man Jude ist, aber man
kann nicht glaubhaft dementieren, daß
man Antisemit ist. Man muß damit leben,
und ich kann der stetig wachsenden Zahl
von Mitleidensgenossen zwischenzeitlich
versichern, daß man damit leben kann.
Beim ersten Mal, da tut’s noch weh, aber
man kann damit leben. Jedenfalls besser
als jeder Palästinenser, der in dritter
Generation in einem Flüchtlingslager
aufgewachsen ist, also sein Schicksal
einer anderen zionistischen Spezialität
verdankt, der ethnischen Säuberung. Wenn
man sich jahrzehntelang damit befaßt
hat, dann weiß man, daß im Zionismus
schon lange mit gezinkten Karten
gespielt wird. Im Lager der Linksdenker
noch mehr als in dem der Rechtshänder.
Anderswo in der Welt betrügt man
genauso, aber niemand sonst kann es sich
so anhaltend und so ungestraft leisten.
Ach, diese Leute müssen sich geradezu
ermutigt fühlen, ihre Trümpfe zu
überreizen. Weiß Gott, sie werden es
noch dahin bringen, daß das letal
gemeinte Wort Antisemit zu einem
Ehrentitel wird."
"...In jüdischen Gemeinden Europas
grassiert, aufgrund des Nahostkonflikts,
die Angst vor einem neuen Antisemitismus.
Ist die Angst berechtigt?
Sie ist ein Produkt von ehrlicher Paranoia
und einem großen Anteil Manipulation.
Paranoia zu haben, bedeutet nicht, dass
man keine Feinde hat. Aber indem man
sich selbst ausschließlich zum Opfer
erklärt, entlässt man sich aus jeder
Verantwortung. Die späte Golda Meir
hat das einmal auf die Spitze getrieben
als sie sagte, nach dem Holocaust hätten
die Juden das Recht zu tun, was immer
sie wollten. Das ist natürlich eine
extreme Aussage. Aber ich fürchte, viele
Juden und Israelis denken so, auch wenn
sie es vielleicht nicht sagen würden.
Ich kann das nicht akzeptieren.
Und was soll "Manipulation" sein?
Natürlich sind auch viele Israelis zu
Opfern des Konflikts geworden. Das bedeutet
aber nicht, dass Israel diese Tatsache
nicht in zynischer Weise zu eigenen
Zwecken benutzt. Die Agonie und das
Leid der Palästinenser kommen in den
israelischen Medien so gut wie gar nicht
vor. Nur indem man die andere Seite
ausblendet, kann man sich der Welt als
Opfer präsentieren. Israel ist heute
ein viel rassistischeres Land als irgendein
Land in Europa. Ein Araber in Israel
zu sein, ist mit mehr Nachteilen und
Diskriminierungen verbunden, als irgendwo
auf der Welt ein Jude zu sein. Es ist
überhaupt nicht damit zu vergleichen!
(...)
In Deutschland wird Israels Standpunkt
offenbar besser verstanden.
Deutschland ist ein besonderer Fall.
Aber ich gehöre zu denen, die meinen,
dass jeder Deutsche das Recht hat, Israel
zu kritisieren. Mehr noch: Jeder, der
sich als echter Freund Israels versteht,
sollte Israel kritisieren. ..."
Quelle
„Nur elf Prozent der Bevölkerung
sind frei von Antisemitismus“
- titelt
eine sich selbst so bezeichnende
“Internet-Plattform gegen Rechtsextremismus“
auf der Grundlage einer Studie
des Instituts für interdisziplinäre
Konflikt- und Gewaltforschung
an der Uni Bielefeld. Man fühlt
sich ein bisschen wie in dem
Märchen „Des Kaisers neue Kleider“,
denn man kann sich heute schon
sicher sein, dass kaum ein Mensch
in der Medienöffentlichkeit
gallopierenden Schwachsinn wie
diesen kritisch hinterfragen
wird. 26.9.05
mehr >>>
Unter der Überschrift
"Israel auf dem Weg nach Den Haag" äußern
sich sechs Israelis, darunter die frühere
Erziehungsministerin und Führerin der
Meretz-Partei Shulamit Aloni zum Thema
"Kriegsverbrechen und Israels Sicherheit":
"Wir können unsere Stimme zum Protest
erheben, wir können demonstrieren. Die
Medien werden uns nicht auf Dauer ignorieren
können. Wir können uns nicht auf die
internationale Gemeinschaft oder die
internationalen Gerichte verlassen.
Es sei denn, wir selbst rufen sie auf,
zu kommen und die emotionale Erpressung
zu ignorieren, Antisemiten genannt zu
werden. Wir müssen die Dinge beim Namen
nennen: Unsere Regierung begeht Kriegsverbrechen.
Wir müssen das stets und ständig wiederholen,
wie Cato der Ältere seine Warnung wiederholte.
Ohne mit der Wimper zu zucken."
IPPNW.DE
Jede Kritik an Israel wegen Bruch
des Völkerrechts wird von der israelischen
Politik selbst als Antisemitismus definiert.
Das ist Erpressung, um Kritiker mundtot
zu machen. Es ist eine Methode, um freie
Hand zu haben, weiterhin straffrei die
Palästinenser zu unterdrücken. Auch
die sogenannten Antideutschen vertreten
eine solche Haltung. Das ist eine Strategie,
die leider nicht unwirksam ist. Doch
die Kritik am Bruch des Völkerrechts
ist nicht nur eine solidarische Unterstützung
für die Rechte der Palästinenser und
der israelischen Friedensbewegung, sondern
letztendlich auch eine Unterstützung
für das israelische Volk, friedlich
und sicher leben zu können.
Felicia
Langer.
.....
wenn ein Palästinenser einen unschuldigen
israelischen Zivilisten tötet, dann
ist dies Antisemitismus. Wenn Palästinenser
einen Soldaten der israelischen Besatzungsarmee
in ihrem eigenen Dorf angreifen, ist
es Antisemitismus. Wenn die UN-Hauptversammlung
mit 133 zu 4 gegen Israels Entscheidung,
den gewählten palästinensischen Führer
zu ermorden, stimmt, bedeutet dies,
dass außer den USA, Mikronesien und
den Marschallinseln alle anderen Länder
rund um den Globus antisemitisch sind.
Sogar wenn eine hochschwangere Palästinenserin
an einem israelischen Checkpoint festgehalten
wird und sie deshalb auf offenem Feld
ein Kind gebiert, so ist die einzige
Lektion aus dem Artikel des Haaretz-Journalisten
Gideon Levy, dass er antisemitisch sei.
(Er hat übrigens von zwei derartigen
Fällen in den vergangenen 2 Wochen berichtet:
eins der Neugeborenen starb an Ort und
Stelle.)
Antisemitismus ist
eine allumfassende Erklärung. Alles
was anti-palästinensischen Ohren missfällt,
ist ein weiteres Beispiel für Antisemitismus.
Jüdisches Bewusstsein, das sich auf
Antisemitismus konzentriert, hat die
Form von antisemitischen Verschwörungstheorien
angenommen, wie die Protokolle der Weisen
von Zion, wobei der klassische Antisemit
jedes Unglück jüdischer Verschwörung
zurechnet. Juden rechnen jede Kritik
an Israel antijüdischer Verschwörung
zu. Wie wir sehen werden, ist dies nicht
die einzige Ähnlichkeit zwischen anti-palästinensischer
Haltung und antisemitischer Haltung.
Quelle und mehr >>>
Auszug aus :Gespräche über Gott
und die Welt;
Jeshajahu Leibowitz
Insel
Taschenbuch
"Aber übertreiben Sie nicht, wenn
Sie von Juden-Nazis sprechen? Meinen
Sie wirklich, wir könnten bis auf
das Niveau der Nazis herabsinken?
Leibowitz:
Wenn die Nation ( in der Sprache
der Nazis -- die Rasse) und die
nationale Staatsgewalt zu obersten
Werten erhoben werden, dann gibt
es kein Halten mehr für die Taten
der Menschen. Und genau diese Mentalität
gibt es auch mitten unter uns. Wir
verhalten uns schon so in den von
uns besetzten Gebieten, der West-Bank,
dem Gaza-Streifen und im Libanon
( Gespräch fand 1987 statt), wie
sich die Nazis in den von ihnen
besetzten Gebieten in der Tschechoslowakei
und im Westen verhalten haben.
Wir
haben keine Vernichtungslager wie
die Nazis im Osten errichtet, aber
das Schreckliche an der Sache ist,
daß wir auf diese Tatsache hinweisen
müssen, um zwischen uns und den
Nazis zu unterscheiden."
Audio Antisemitismus und
Philosemitismus in
Deutschland -
In unserem Kulturgespräch
hören Sie eine Debatte zum
Thema Antisemitismus und
Philosemitismus in
Deutschland. -
Es diskutieren Edna Brocke,
Leiterin der Alten Synagoge
in Essen, Detlev Claussen,
Professor für Soziologie in
Hannover und Moshe
Zuckermann, Professor für
Geschichte und Philosophie
an der Universität Tel Aviv.
Die Moderation hat Karin
Beindorff.
Flash
|
WMP |
OGG |
MP3
Kritik an Israel nicht deckungsgleich mit
antisemitischen Haltungen- Antisemitismus-Potenzial in der Schweiz
neuartig bestimmt - Claude Longchamp, Monia
Aebersold - Eine Studie über "anti-jüdische und
anti-israelische Einstellungen in der Schweiz 2007“,
die das Forschungsinstitut gfs.bern unter dem
Patronat der Eidgenössischen Kommission gegen
Rassismus (EKR) und in Zusammenarbeit mit dem
jüdischen Wochenmagazin tachles erstellt hat.
Unter Verdacht - Israelkritiker als Antisemiten? - Der Nahe Osten und die Kritik an Israel sind in der deutschen Berichterstattung sensible Themen. Unbefangen spricht man über das Thema Juden in Deutschland längst nicht. Mit Recht. Denn zu allgegenwärtig sind Grabschändungen jüdischer Friedhöfe und antisemitische Pöbeleien und Drohungen. Nach einem Bericht der europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus haben sie sogar in den letzten beiden Jahren zugenommen. Doch wo ist die Trennlinie zwischen kritischer Berichterstattung und Antisemitismus? Häufig drängt sich der Verdacht auf, dass schnell von Antisemitismus gesprochen wird, obwohl davon längst nicht die Rede sein kann. Tatsächlich wird der Begriff oft missbraucht, um Journalisten und Politiker einzuschüchtern.
Panorama über die leichtfertige Verwendung des Wortes Antisemitismus.
Antisemitologie - Das
Antisemitismus-Gerede
überhöht Judenhass zum
mystischen
Ewigkeitsphänomen.
Es dient vor allem dazu,
Kritik an Israel zu
denunzieren. Eine
Antwort auf Micha
Brumlik - Rolf Verleger
KEIN JÜDISCHER ANTISEMIT
-
Der
Publizist Henryk Broder wirft der Mehrheit
der Juden «jüdischen Antisemitismus»
vor. Er behauptet dass es früher für
Juden «zwei Möglichkeiten gab, sich
zu emanzipieren: Man wurde jüdischer
Antisemit, um sich bei der Mehrheit
einzuschleimen, oder Zionist, um sich
von der Mehrheit abzusetzen.» Die meisten
emanzipierten Juden waren Antizionisten.
Eigentlich waren es Zionisten, die sehr
starke antijüdische Tendenzen aufwiesen.
Denn gemäss dem zentralen Begriff der
«Negation der Diaspora» wurde das jüdische
Dasein ausserhalb von Eretz Israel als
«krank» betrachtet und Diaspora-Juden
wurden mit antijüdischen Klischees verunglimpft.
Diese Haltung prägte das israelische
Bewusstsein mindestens bis in die siebziger
Jahre. Broder zieht über Antizionisten
im Allgemeinen und jüdische Antizionisten
im Speziellen her und behauptet, dass
ein antizionistischer Jude «tendenziell
ein Antisemit» sei. Er gibt einige Beispiele
von prominenten Israel-Kritikern wie
Noam Chomsky und Norman Finkelstein.
Nur ist Chomsky Zionist und Finkelstein
ist kein Anti-Zionist.
Neben
diesen bekannten Personen wurde auch
ich als Judenhasser verleumdet. Ich
stehe seit mehr als 30 Jahren zu meiner
antizionistischen Haltung, und deshalb
habe ich auch mein Geburtsland verlassen,
wo ich an drei Kriegen teilnahm. Es
stellen sich grundsätzliche Fragen,
die nicht nur mich tangieren: Warum
ist ein Jude «tendenziell ein Antisemit»,
wenn er nicht in Israel leben, diesen
Staat nicht unterstützen will und keine
Freude daran hat, dass Israel vorgibt,
als «Judenstaat» in seinem Namen zu
reden und zu agieren? Warum ist jemand,
der gegen einen Apartheid-Staat ist
und für ein friedliches Zusammenleben
von sämtlichen Einwohnern des Landes
westlich des Jordans - unabhängig von
ihrer religiösen Zugehörigkeit -, «tendenziell
ein Antisemit»? Solange Israel nur der
Staat von Juden und nicht von sämtlichen
Bürgern ist, ist es als rassistisch
und nicht demokratisch zu betrachten.
Auszug aus
Antisemitismus als politische Waffe
Israel, Amerika und der Mißbrauch der
Geschichte von Norman G. Finkelstein.
Vorwort von Felicia Langer
Antisemitismus als
politische Waffe ist ein Thema, das
dringend einen Autor gesucht hat – es
hat ihn in Norman Finkelstein gefunden,
einem Autor, der bisher schon einiges
gewagt hat. Wie das vorliegende Buch
bezeugt, ist er dem Thema gewachsen;
die Genauigkeit und Akribie seiner Recherchen
und Analysen sind bewundernswert.
Im ersten Teil des Buches befaßt sich
der Autor vor allem mit der Instrumentalisierung
von Antisemitismus durch die proisraelische
Lobby in den USA und in Europa, zugunsten
der israelischen Politik. Immer wenn
die Gefahr besteht, die internationale
Gemeinschaft könnte mit verstärktem
Druck von Israel verlangen, die besetzten
Gebiete gemäß dem Völkerrecht zu räumen,
wird, so Finkelsteins Analyse, ein neuer
Antisemitismus inszeniert: »eine weitere,
bis ins kleinste Detail durchkomponierte
Oper, die den Zuschauern medienwirksam
die erschrecklichen Ausmaße des weltweiten
Antisemitismus vor Augen führen soll.«
Mit ihrem Antisemitismusvorwurf bezwecken
die amerikanisch-jüdischen Eliten vor
allen Dingen eines: Wer Israel kritisiert,
soll als verkappter Antisemit erscheinen,
und Berichte über die Lage der Palästinenser
unter der Besatzung, ihre Unterdrückung
und ihr Leid sollen tabu sein; denn
nur Israel steht die Rolle des Opfers
zu.
Europa
und der Antisemitismus:
Warum wurde das Dokument eingezogen?
Prof.
Werner Bergmann, Leiter der
Antisemitismus-Forschung an der
Berliner TU: "Die EU hat die Studie
begraben, aus Angst vor einem
Bürgerkrieg"...
Pro-Palästinensische Entscheidung?
Der Bericht, den Europa versteckt
Das
Buch, das die gespannten Beziehungen
zwischen Israel und Europa
beschreibt, erhielt ein neues
Kapitel. Es stellt sich heraus, dass
Stellen in der EU beschlossen haben,
einen besonderen Bericht
zurückzuhalten, der sich mit dem
zunehmenden Antisemitismus auf dem
Kontinent befasst...
(Verbietet Kopftücher und ihr
bekämpft den Antisemitismus?
Versteckt sich hinter der
Instrumentalisierung des
Antisemitismusverdachts ein
islamischer Rassismus??)
Wie antisemitisch ist Europa? -
Natürlich gibt es Judenhass. Doch
nicht jede Kritik an Israel ist
gleich antisemitisch
Avi
Primor
mehr >>>
(kostenlose Anmeldung nötig)
mehr
>>>
Warum Hohmann geht und Friedman bleibt
Die Vorwürfe angeblichen
Antisemitismus wurden in den
letzten Jahren häufiger erhoben
als zuvor und treffen immer mehr
auch bürgerliche und linke
Persönlichkeiten und
Institutionen: Jürgen W.
Möllemann, Martin Hohmann,
Roland Koch, Norbert Blüm,
Martin Walser, die
Globalisierungskritiker von
Attac, die "Süddeutsche
Zeitung", die Bundeszentrale für
politische Bildung, das
ARD-Magazin "Panorama" und viele
andere mehr. Häufig geraten
entsprechende Unterstellungen zu
einem politischen Kampfmittel,
bei dem es auf eine solide
Grundlage gar nicht mehr
ankommt: Seine Wirkung ist
vernichtend, und allein das
scheint im politischen Kampf das
Entscheidende.
Arne Hoffmann,
Belfort-Bax-Preisträger für
vorbildliche wissenschaftliche
Autorschaft, geht den
Grundprinzipien der
Antisemitismusdebatten in
Deutschland nach. Er analysiert,
warum Jürgen Möllemann und
Martin Hohmann keine Chance
hatten, den einmal gegen sie
erhobenen Vorwurf zu entkräften.
Sein Verdienst liegt darin, das
Ablaufschema typischer
Antisemitismusdebatten
herauszuschälen und etwa mit der
Theorie öffentlicher
Skandalisierung nach Hans
Mathias Kepplinger
wissenschaftlich zu
objektivieren. Hoffmanns Buch
ist gleichzeitig ein engagiertes
Plädoyer für eine neue
Medienethik. Es stellt Fragen
wie: Kann Ausgrenzung durch
Ausgrenzung bekämpft werden?
Gibt es eine sich selbst
erzeugende Gleichtaktung unserer
Medien? Sind viele Vorwürfe
wirklich so berechtigt, wie sie
auf den ersten Blick scheinen?
Mit welchen neuen Ansätzen
könnte Judenfeindschaft in
unserer Gesellschaft bekämpft
werden, ohne dass es zu einem
Abbau von Meinungsfreiheit und
einem ritualisierten Austausch
von Worthülsen kommt, der
niemandem etwas nützt?