Die
Kölner Klagemauer(auch „Klagemauer
für Frieden“ und „Palästinawand“) entstand auf Initiative
Walter Herrmanns am sogenannten Bierbrunnen der
Schildergasse. Auf Wäscheleinen aufgehängt, wurde dort
auf kleinen Papptafeln die Wohnungsnot und das Leid von
Obdachlosen angeprangert.
1991 entstand die „Klagemauer für Frieden“ auf der
Domplatte am Südturm des Kölner Doms, unterstützt
von der Mahnwache gegen den
Zweiten Golfkrieg. Domkirche und das Ordnungsamt
versuchten, das Projekt mittels Gerichtsverfahren,
Beschlagnahmungen und Räumungen zu verhindern.
Die rund 50.000 Passanten
und Unterstützer bis 1997 nutzten diese Form der freien
Kommunikation, darunter auch Prominente wie zum Beispiel
der
Dalai Lama,
Ernesto Cardenal,
Lew Kopelew oder
Klaus Staeck. Sie notierten ihre handschriftlichen
Friedenswünsche, Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit
oder Anti-Kriegsproteste auf kleinen DIN-A-4-formatigen
Papptafeln. 1998 folgte dafür die Verleihung des
Aachener Friedenspreises.
Quelle (einseitig
bearbeitet)
Mittlerweile haben
über 300 000 Personen durch
ihre Unterschrift
die Aussagen der Klagemauer unterstützt.
11.8.2011 -
Initiative Kölner Klagemauer - Erklärung zum
Antisemitismus-Vorwurf gegen die Kölner Klagemauer
"Bevor die Wahrheit die Schuhe
anzieht, dreht die Lüge 3-mal um die Welt." (Spruch an
der Klagemauer)
In Köln wie in Aachen läuft derzeit
eine Kampagne, die darauf abzielt, der Klagemauer zu
Palästina ein antisemitisches Image zu verpassen.
Gleichzeitig werden gesellschaftliche Organisationen
unter Druck gesetzt, sich von diesem Projekt zu
distanzieren.
In Aachen wird die Kampagne angeführt
von Matthias Fischer (ehern. Vorstandsmitglied des
Aachener Friedenspreises), Otmar Steinbicker (ehern.
Vorsitzender des Friedenspreises) und Richard Gebhardt
(angehender Politikwissenschaftler). Die Stoßrichtung
geht inzwischen gegen "den Aachener Friedenspreis seIbst,
da dieser bisher dem Druck nicht nachgab, sich von der
Kölner Initiative, dem nationalen Preisträger von 1998,
zu distanzieren. Die Aachener Tagespresse bot dem Trio ein großes Forum,
sich zu produzieren.
Aachener
Friedenspreis e.V. -
Presseerklärung - Aachen im Juli
2011 - die Kölner Klagemauer für
Frieden und Völkerverständigung.
-
Sehr geehrte Damen
und Herren, Im Jahr 1998 hat der
Verein Aachener Friedenspreis die
Kölner Klagemauer mit dem
Friedenspreis ausgezeichnet. In der
Begründungsrede zur Preisverleihung
hieß es damals: „......Um den
inneren Frieden zu bewahren,
brauchen wir wieder mehr soziale
Gerechtigkeit. Wir benötigen
Aufklärung über die Politik der
Regierenden und die Hinführung zu
politischem Bewusstsein und
Demokratie. Wir müssen ebenso über
die Zustände im eigenen Land
berichten und über politische
Zusammenhänge und Verantwortung
aufklären..... Seit 1989 war in der Kölner
Innenstadt eine fragile Konstruktion
aus Latten, Kordeln und
beschriebenen und bemalten
Papptäfelchen zu sehen, die gegen
Obdachlosigkeit in Köln
protestierte. Und mit dem Beginn des
Golfkrieges 1991 tauchte dieses
Gebilde auch auf der Kölner
Domplatte auf. Es entstand hier im
Schatten des Domes im Angesicht
eines neuen Krieges, aus den Sorgen
und Ängsten vieler Menschen die
Kölner Klagemauer für Frieden und
Völkerverständigung. Diese direkte
Form von Demokratie durch
Verständigung und Kommunikation "von
unten" und die Arbeit der Menschen,
die die Klagemauer in Köln
organisiert, betreut und gegen
gewaltsame Übergriffe verteidigt
haben, werden wir heute ehren und
auszeichnen. Euch liebe Freundinnen und Freunde
aus Köln, haben wir deshalb als
nationale Preisträger 1998
ausgewählt......“ Die Kölner Klagemauer und vor allem
ihr Initiator Walter Herrmann wurde
in den folgenden Jahren immer wieder
Ziel von Angriffen direkter brutaler
Gewalt. Aber auch mit
Gerichtsverfahren, Anzeigen und
anderen Mitteln von indirekter
Gewalt wurde und wird von
interessierter Seite versucht, die
kritische Stimme der Klagemauer
verstummen zu lassen. Mit großer
Besorgnis beobachten wir, dass diese
Kampagnen gegen Walter Herrmann eine
neue Eskalationsstufe mit dem
Versuch ihn aus der Alten Feuerwache
in Köln zu vertreiben, erreicht hat.
Wir werden nicht nachlassen in der
selbst auferlegten Verpflichtung
unseren Preisträger zu schützen und
ihm Unterstützung zu gewähren: Deshalb wenden wir uns zunächst an
die Öffentlichkeit, um Hilfe für
Walter Herrmann zu mobilisieren und
über das ungerechte Hausverbot in
der Alten Feuerwache und die
rechtswidrige Kündigung des alten
Pförtnerhäuschens an der Feuerwache
zu informieren. Wir erwarten und
fordern von den Repräsentanten der
Stadt, dem Oberbürgermeister und den
Vertretern des Rates diesem
unwürdigen Spiel ein Ende zu setzen.
Bieten Sie Schutz für einen Künstler
und ein weltweit bekanntes
Kunstobjekt in Ihrer Stadt Karl Heinz Otten - Vorsitzender des
Aachener Friedenspreis e.V. Vera Thomas-Ohst - stellv.
Vorsitzender des Aachener
Friedenspreis e.V. Gerhard Diefenbach - ehem.
Vorsitzender des Aachener
Friedenspreis e.V.
Konflikt mit
der Alten
Feuerwache Köln:
„Kulturbotschaft“ gegen
„Kölner
Klagemauer
für
Frieden
und
Menschenrechte“
-
Liebe
ArbeiterfotografInnen,
liebe Freunde
der
Arbeiterfotografie,
seit mehreren
Jahrzehnten ist
Walter Herrmann
Teil des
Bürgerzentrums
Alter Feuerwache
(BAF e.V.) in
Köln. Hier hat
er ein
Pförtnerhäuschen
angemietet und
nutzt seit
langem eine
Lagerhalle für
die Utensilien
seiner
Klagemauer für
Frieden und
Menschenrechte,
mit der er seit
einigen Jahren
die Situation
Israel/Palästina
thematisiert.
Schon seit
längerem wird er
deswegen
angefeindet.
Arbeiterfotografie
hatte dazu
Stellung bezogen
(siehe:
http://www.arbeiterfotografie.com/israel/index-israel-0049.html).
Seit Dienstag
hat er auf dem
Gelände der
Feuerwache
Hausverbot.
Innerhalb des
BAF läuft seit
Monaten eine
Auseinandersetzung
um eine so
genannte
Kulturbotschaft,
eine Art Hotel
für Künstler,
das unter
Hinzuziehung
eines so
genannten
Investors auf
einem Teil des
Feuerwachen-Geländes
entstehen soll
und dessen
Betrieb sich
weitgehend der
Einflußmöglichkeit
des BAF e.V.
entzieht. Im
Vorstand des
Vereins
dominieren zur
Zeit die Kräfte,
die dieses
Projekt mit
aller Kraft
realisieren
wollen. Dagegen
wendet sich
Walter Herrmann
mit Schildern
und
Unterschriftensammlung.
Am 9. Juni kam
es zu einer
offenen
Auseinandersetzung,
die auf Video
festgehalten
ist:
Am Dienstag hat
Walter Herrmann
folgende
Erklärung
verfaßt:
Persönliche
Erklärung zum
aktuellen
Konflikt
mit der
Alten
Feuerwache: „Kulturbotschaft“ gegen
„Kölner
Klagemauer
für
Frieden
und
Menschenrechte“
Weil ich
mich in
Form
einer
Unterschriftenliste
sowohl
für die
große
Platane
am
Eingang
Melchiorstraße
engagiere,
die
durch
das
Bauvorhaben
„Kulturbotschaft“
(Gästehaus
der
Superklasse,
Kosten
min. 6
Millionen
€uro)
akut
gefährdet
ist, als
auch für
die
Erhaltung
der
Alten
Feuerwache,
als
autonomes
Begegnungs-
und
Aktionszentrum
der
Bürger
und
Initiativen
im
Viertel
und in
der
Stadt
plädiere,
versucht
mich die
neue
Vorsitzende
des BAF
e.V. aus
der
Alten
Feuerwache
rauszuschmeißen.
Auf ihre
Weisung
hin wird
mir
schon
jetzt
verwehrt,
die
große
Lagerhalle
für die
„Kölner
Klagemauer“,
ausgezeichnet
mit dem
Aachener
Friedenspreis,
zu
nutzen.
So bin
ich
genötigt,
die
Materialien
des
Klagemauer-Projektes
im
Freien
abzustellen.
Heute
wurde
mir
zusätzlich
ein
Hausverbot
für das
gesamte
Feuerwachen-Gelände
erteilt.
Eine
offene
Auseinandersetzung
zum
Großprojekt
„Kulturbotschaft“
wird
nicht
gewünscht.
Kritische
Stimmen
versucht
man, mit
repressiven
Mitteln
wegzudrücken.
QUO
VADIS
ALTE
FEUERWACHE? Köln,
den 14.
Juni
2011 Walter
Herrmann
Wir möchten Euch
in dieser Sache
um Eure
Solidarität
bitten.
Politische
Meinungsverschiedenheiten
müssen unseres
Erachtens
argumentativ
ausgetragen
werden und nicht
mittels
(juristischer)
Repressalien. Es
geht dabei nicht
nur um die so
genannte
Kulturbotschaft
sondern auch
ganz wesentlich
um die wichtige
Arbeit von
Walter Herrmann
in Sachen
Israel/Palästina,
die behindert,
wenn nicht
verunmöglicht
werden soll.
Wir fänden es
gut, wenn Ihr
eine persönliche
Stellungnahme
verfaßt und uns
zwecks
Veröffentlichung
und speziell zur
Weiterleitung an
die
Verantwortlichen
der Feuerwache
zuschickt.
Mit besten
Grüßen
Anneliese
Fikentscher
und Andreas
Neumann -
arbeiterfotografie@t-online.de
-
www.arbeiterfotografie.com
Die
Kölner Klagmauer hätte einen Preis verdient! -
Im Gegensatz zu den beleidigenden Mohammed Karikaturen ,
zeigt die Kölner Klagemauer die wahren Bilder, des
unmenschlichen Vorgehens des israelischen Staates gegenüber dem
palästinensischen Volk.
Wann werden endlich in der deutschen"
Preisverleihungs-Inflation" die RICHTIGEN und AUFRECHTEN wahren
MUTIGEN ausgezeichnet? Um die Presse und Meinungsfreiheit ist es
durch den Medienpreis keinen Deut besser geworden, ganz im
Gegenteil, es wurden Vorurteile "hoffähig" gemacht, es sind Tote
zu beklagen. Eine Preisverleihung an die Klagemauer würde aber
ein Zeichen setzen.
Machen Sie sich jetzt selbst ein Bild, mit den Original-Bildern,
exclusiv für das Palästina Portal. Pressefreiheit und
Meinungsfreiheit sind gefragt.
16.9.2010 Evelyn Hecht-Galinski
Bild links - Evelyn
Hecht-Galinski mit Walter Herrmann