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Free Gaza Bewegung - Gaza Freedom Flotilla

 

 
 

2.9.2011 - Im Zweifel für Israel - UN-Bericht zum Überfall auf Gaza-Flottille - Knut Mellenthin - Die Blockade des Gaza-Gebiets durch die israelischen Streitkräfte ist rechtmäßig. Israelische Angriffe auf Schiffe, die sich in internationalen Gewässern befinden, sind ebenfalls legal. Daß israelische Soldaten dabei von der Schußwaffe Gebrauch machen, ist legitime Selbstverteidigung. Daß am Ende neun türkische Fahrgäste eines Hilfsschiffs erschossen wurden, sieben von ihnen durch mehrere Schüsse in »sensible« Teile des Körpers und in den Kopf, fünf mutmaßlich von hinten, und mindestens einer, als er schon verletzt am Boden lag – das freilich war »exzessive und unverhältnismäßige Gewaltanwendung«. Letzteres wird die israelische Regierung wahrscheinlich als unfair verurteilen und darin wieder einmal einen Beweis sehen, daß die ganze Welt gegen sie ist. Ansonsten aber können Benjamin Netanjahu und seine Leute eigentlich zufrieden sein  >>>

Analyse: Ankara riskiert den Bruch mit Israel - Lange Zeit unterhielten die Türkei und Israel exzellente Beziehungen. Die militärische Zusammenarbeit zwischen der islamisch geprägten Türkei und dem jüdischen Staat sorgte bei vielen für Verwunderung. Das hat sich geändert - in den Beziehungen der beiden Länder bricht eine Eiszeit an. Scharf reagierte Ankara auf einen lange erwarteten und jetzt von der «New York Times» veröffentlichten Bericht, in dem die Vereinten Nationen eine eindeutige Verurteilung Israels wegen des Angriffs auf die Gaza-Hilfsflotte vor 15 Monaten unterlassen und das israelische Vorgehen weitgehend als legal bezeichnen. Der israelische Botschafter Gabi Levy, der sich zurzeit in Israel aufhält, darf nicht zurück. Mehrere andere israelische Diplomaten >>>

Gaza-Streit zwischen Israel und Türkei eskaliert - Die USA haben Israel und die Türkei zur Beilegung ihres Streits über den blutigen Einsatz gegen die Gazahilfsflotte vor 15 Monaten aufgefordert. - (...) Der seit Monaten schwelende Streit um den israelischen Angriff auf eine türkische Gaza-Hilfsflotte war am Freitag eskaliert. Die Türkei wies den israelischen Botschafter aus und legte alle Militärabkommen mit Israel auf Eis. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül drohte mit weiteren Schritten. Israel bedauerte die Entwicklung. >>>

 

  As Turkey Freezes Israel Ties, Critics Decry "Whitewashed" UN Report on Gaza Flotilla
Finkelstein und Huweida Arraf bei Democracy now



 

Türkischer Außenminister verärgert über unzureichend transparenten Gaza-Flottillen-Bericht >>>
Israel- We hope to mend Turkey ties, but will not apologize for Gaza flotilla >>>

Gaza-Hilfsflotte- Türkei weist israelischen Botschafter aus >>>
15 Monate nach dem Einsatz auf das Schiff Mavi Marmara für den Gazastreifen hat ein UN-Bericht nach einem Bericht der "New York Times" Vorwürfe gegen beide Seiten erhoben >>>
Palmer Report- “Israel Used Excessive Force Against Flotilla" >>>>

 

 


25.09.2010 Aus dem Geist der Menschlichkeit - UN-Menschenrechtsrat legt Untersuchungsbericht zur Gaza-Freiheits-Flotte vor.
- pax christi unterstützt Forderung nach Strafverfolgung - Vier Monate nach dem gewaltsamen Aufbringen der Gaza-Freiheits-Flotte durch die israelische Armee hat die Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsausschusses am 22. September 2010 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Die Kommission war eingesetzt worden, um die Vorgänge des 31. Mai 2010 zu klären. Das israelische Militär hatte seinerzeit in den frühen Morgenstunden sechs Schiffe der internationalen Gaza-Freiheits-Flotte abgefangen und dabei neun Passagiere getötet. Rund 50 weitere Passagiere und etliche israelische Soldaten wurden verletzt. Die Kommission hatte über 100 Zeugen vernommen. Zum Bedauern der Kommission hatte die israelische Regierung die Zusammenarbeit mit ihr verweigert. Der Bericht stellt ausdrücklich fest, dass keine Waffen durch die Passagiere an Bord der Schiffe gelangt waren. Mit diesem Befund wird nun klargestellt, dass die Selbstverpflichtung der Passagiere, keine Waffen an Bord >>>

UN-Bericht wirft Israel Brutalität vor - (...) Auf 56 Seiten werfen die Experten Israel zum einen vor, dass der Angriff in internationalen Gewässern stattgefunden habe. Zum anderen hätten die Streitkräfte „ein nicht zu akzeptierendes Maß an Brutalität erkennen lassen“. >>>

Sturm auf Gaza-Flotte laut UN-Kommission "zu brutal" - Menschenrechtler sprechen von Folter und Tötungsvorsatz. - "Unglaubliche und unnötige Gewalt". -  Eine Untersuchungskommission des UNO-Menschenrechtsrats geht mit Israel hart ins Gericht: Beim Sturm auf die Gaza-Hilfsflotte im Mai, der international für Spannungen gesorgt hatte, hätten die israelischen Soldaten ein "nicht zu akzeptierendes Maß an Brutalität" gezeigt >>>

UN-Bericht geißelt Hilfsflotten-Kaperung als Rechtsbruch - Der UN-Menschenrechtsrat verurteilt Israels Sturm auf die Gaza-Hilfsflotte im Mai, bei dem neun Menschen starben - Der blutige Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte ist UN-Ermittlern zufolge ein Verstoß gegen internationale Regeln gewesen. Das Aufbringen des türkischen Schiffs Mavi Marmara Ende Mai, bei dem neun Gaza-Aktivisten getötet wurden, habe "auf hoher See klar gegen das Recht verstoßen" >>>

 

Free Gaza Movement startet ein Cargo-Schiff von Irland - 31.März 2010  -   www.freeGaza.org - Gestern kaufte die Free Gaza Bewegung eine 1200t Cargo-Schiff bei einer Auktion in Dundalk, Irland. Das Schiff  wurde vor einem Jahr nach einer Inspektion durch die Internationale Transport-Gesellschaft (ITF)  beschlagnahmt, nachdem sie herausgefunden hat, dass seine Besitzer ihrer litauischen Mannschaft nicht ihren Lohn bezahlt hatte und diese demütigend behandelt hatte.

Der ITF-Inspektor und  Organisator Ken Fleming sagte: Wir freuen uns und verkündigen, dass dieses Schiff, das benützt wurde, um seine Arbeiter wie moderne Sklaven zu halten, nun benützt wird, um die Menschenrechte gegenüber dem palästinensischen Volk zu praktizieren. Die Free Gaza Movement besitzt jetzt vier eigene Schiffe einschließlich drei Passagierschiffen.

Diese Schiffe werden an einer internationalen Flottille teilnehmen, um im Mai humanitäre Hilfe dem belagerten Gazastreifen zu bringen. Passagier- und Cargo-Schiffe werden auch von der türkischen humanitären Organisation IHH und von Gruppen aus Griechenland, Schweden, Malaysia und Belgien organisiert.

Free Gaza hat während der letzten  zwei Jahre  acht Fahrten nach Gaza gemacht. Fünf waren erfolgreich. Die letzten beiden wurde von der israelischen Marine gewaltsam gestoppt. Das irische Schiff wird 500 t. Zement und Medikamente und medizinische Ausrüstung und Schulmaterial für die Menschen in Gaza mitnehmen. Derek Graham der Free Gaza Movement sagte, wir haben das Internationale Gesetz und das Gewissen der Völker der Welt auf unserer Seite.  Wir wissen, dass das irische Volk nicht daneben stehen wird und die Menschen im Gazastreifen verhungern lässt und zusehen, wie sie von Israel weiter bestraft werden.

Bei der Vorbereitung zum Start des irischen Schiffes sind Krankenhäuser, Handelsgesellschaften, Kirchen, Moscheen, Familien und Gemeindegruppe aufgerufen worden, Zementsäcke zu spenden, um den Menschen von Gaza beim Wiederaufbau zu helfen.

 

Caoimhe Butterly der Free Gaza Bewegung sagte:  ‚Wir rufen das irische Volk und die Regierung auf, die sichere Fahrt unserer Mission zu unterstützen. Die Belagerung ist eine Form von kollektiver und verheerender Bestrafung. Die Flottille zu unterstützen, ist eine Möglichkeit für das irische Volk, direkte Solidarität mit den 1,5 Palästinensern, die in Gaza gefangen sind und versuchen, ihr in viele Stücke zerrissenes Leben, zusammenzuflicken.

 

Das Schiff, die MV Linda, erhält einen neuen Namen: MV Rachel Corrie, in Erinnerung an die 23 jährige Aktivistin, die 2003 von einem israelischen Bulldozer zermalmt wurde, als sie versuchte, die Zerstörung eines palästinensischen Hauses in Gaza zu verhindern. Die Free-Gaza-Bewegung denkt an Rachel und die Tausenden palästinensischer Männer, Frauen und Kinder, die getötet, verletzt oder  unter israelischer Besatzung gefangen gehalten werden. (dt. Ellen Rohlfs)

 

 

Wenn die Boote in Gaza  ankommen

 Von Stuart Littlewood – London,UK
 

Ist die Palästinensische Behörde für oder gegen die Belagerung?

Während andere Solidarität mit den tapferen „Freiheit“-Reisenden zeigen und Segel setzen, um die Belagerung des Gazastreifens zu brechen, hört man nichts von der PA?

Die Belagerung läuft nun schon länger als 2 Jahre, aber hier in Großbritannien hörte ich nur einmal davon, dass die palästinensische Behörde von Ungerechtigkeit, Leiden und Verwüstung sprach. Soweit ich weiß, haben diese „offiziellen“  Vertreter des palästinensischen Volkes über die Medien nichts über die „BefreitGaza!-Boote“ gesagt, die  die seit langer Zeit größte  potentielle Herausforderung für die israelische Besatzung darstellen.

 

Freiwillige tun auf ihre bescheidene Weise, was die EU – wenn sie nur eine Spur von moralischem Anstand hätte – massiv mit Frachtschiffen, Hubschraubern und der notwendigen bewaffneten Begleitung hätte tun sollen, als dieses Vergehen ( der Abriegelung) gegen jeden Kodex von Menschlichkeit zuerst begangen wurden. Die geringfügigste Einmischung durch Israel oder der Versuch, Gazas Grenzen noch einmal zu versiegeln, hätte ein Zerreißen der EU-Israel-Abkommen und im Verschwinden derselben im Papierkorb der Geschichte zur Folge haben sollen.

Dies hätte mehr als anderes  die zionistischen Landräuber und Aufhetzer gezwungen, einen Rahmen für eine kühle und sachliche Lösung für den 60 Jahre andauernden Konflikt im Heiligen Land zu geben.

Unterdessen bleibt uns nur zu spekulieren, wo die palästinensische Behörde bei all diesem  wirklich steht. Ihre Londoner Delegation wurde von Aktivisten darauf hingewiesen, aufzuwachen und  etwas zu tun, aber die Allgemeinheit kann dort keinen Funken Leben entdecken. Deshalb wurde folgende e-mail gesandt: Können wir auf öffentliche Worte der Unterstützung und Ermutigung von der palästinensischen  Vertretung für die „Freiheitsboote“ erwarten, die bald von Zypern nach Gaza segeln, um Israels Belagerung zu brechen?

 

Und wie ist es mit der palästinensischen Behörde in Ramallah und in anderen Außenstellen in aller Welt? Gibt es von dort positive Kommentare?  Werden PA-Vertreter unter denen sein, die die Boote begrüßen, wenn sie die Blockade durchbrechen?

 

Die PA scheint erstaunlich gleichgültig zu sein über  die Art und Weise, wie die Palästinenser – Muslime und Christen -  im Gazastreifen zerquetscht und ihre Wirtschaft systematisch durch die gnadenlose Blockade zerstört wird. Hoffen wir, dass die Boote tatsächlich in den nächsten Tagen lossegeln, dann wäre jetzt sicher der Zeitpunkt für eine große Solidaritätsschau gekommen, etwas, was bedauerlicherweise sonst in den besetzten Gebieten nicht vorhanden ist. Freiwillige aus aller Welt versuchen es mit einiger Mühe. Können wir auf dasselbe von denjenigen hoffen, die  behaupten, die Regierungsverantwortung zu haben?

 

Könnten die Leser dieses Artikels der palästinensischen Botschaft/Delegation in ihrem Land einen ähnlichen Rippenstoß geben?

 (dt. Ellen Rohlfs)

 

The Palestinian Chronicle, 15.8.08 -  
www.palestinechronicle.com/view_article_details.php?id=14073 



 

Gedenket Ihrer
Die 9 Opfer israelischen Staatsterrors - Gestorben bei einem Überfall der israelischen Armee
auf das Schiff
 Mavi Marmara in internationalen Gewässern
Die Menschen hinter den Toten der Mavi Marmara - ISM Germany >>>

 

Necdet Yildirim Die Menschen hinter den Toten der Mavi Mamara

Ibrahim Bilgen Die Menschen hinter den Toten der Mavi Marmara

Cengiz Songür Die Menschen hinter den Toten der Mavi Mamara

 

 

9 Opfer israelischen Staatsterrors
Sie sind für eine Sache gestorben, die ihnen in wichtiger war als ihr eigenes Leben,
die Freiheit anderer Menschen - "liebe deinen nächsten wie dich selber" die Zauberformel für
einen gerechten Frieden. Getötet wurden sie von den neuen "Herrenmenschen" die sich über dem
 Gesetz sehen und die Welt schaut nur zu ... 
Quelle

Cengiz Alquyz, 42
Four gunshot wounds: back of head, right side of face, back, left leg

Ibrahim Bilgen, 60
Four gunshot wounds: right chest, back, right hip, right temple

Cegdet Kiliclar, 38
One gunshot wound: middle of forehead

Furkan Dogan, 19
Five gunshot wounds: nose, back, back of head, left leg, left ankle

Sahri Yaldiz
Four gunshot wounds: left chest, left leg, right leg twice

Aliheyder Bengi, 39
Six gunshot wounds: left chest, belly, right arm, right leg, left hand twice

Cetin Topcuoglu, 54
Three gunshot wounds: back of head, left side, right belly

Cengiz Songur, 47
One gunshot wound: front of neck

Necdet Yildirim, 32
Two gunshot wounds: right shoulder, left back

 

 

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Rezension -
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