Bücher Literatur zum Nahostkonflikt - Palästina + Israel
Aktuelle Bücher - Palästina Israel - 1
Tikva
Honig-Parnass, False Prophets of Peace
- Dr. Ludwig Watzal - Liberal Zionism
and the Struggle for Palestine,
Haymarket Books, Chicago, Ill. 2011, 262
pp., $ 20. - This book explores the
Israeli Zionist Left´s discourse
regarding the „Jewish and
democratic“State of Israel and all its
ramifications that comes with it. Such
undertaking was overdue because it
exposes Zionist left-wing intellectuals
as hypocrites. It was not the Israeli
right that did the „dirty“ work of
legitimatizing colonization, oppression,
expulsion, discrimination and
dispossession of the original owners of
the land, the Palestinians, but
left-wing „liberal“ intellectuals,
especially those of the Zionist Labor
movement. They provided not only the
political, legal and military
establishment with ideological
legitimacy but also with a „scientific“one.
Through their intellectual twists and
turns, they laid the foundations for
governmental policies that „have made
possible Zionist colonialism in the
Apartheid settler state of Israel“
(193), writes Tikva Honig-Parnass in her
unique book. >>>
Auch - BETWEEN THE LINES - LUDWIG
WATZAL: False Prophets of Peace
>>>
Einen Palästinenserstaat wird
es nicht geben
-
Rezension von Dr. Ludwig Watzal
- Das Buch des französischen
Anwalts Ziyad Clot macht für
alle Nichtexperten in eloquenter
Weise deutlich, welche Farce
im Nahen Osten vor den Augen
der Weltöffentlichkeit dargeboten
wird und die sich „Friedensprozess“
nennt. Der Autor ist Franzose;
sein Vater Normanne, seine Mutter
palästinensische Libanesin,
deren Eltern aus Haifa 1948
vertrieben worden sind. Mit
30 Jahren entschloss sich Clot,
die Heimat seiner Mutter zu
besuchen und seine Rechtskenntnisse
in den Dienst der palästinensischen
Sache zu stellen. (...) In Palästina
angelangt, erlebt er hautnah
die israelische völkerrechtswidrige
Besatzung mit ihren alltäglichen
Demütigungen und Verletzungen
der Menschenrechte der Palästinenser.
„Nach dem zu urteilen, was ich
seit meiner Ankunft gesehen
und erlebt habe, scheint die
Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft der Palästinenser eher
durch das militärisch definierte
Vorgehen der Israelis bestimmt
zu sein. >>>
Ziyad Clot:
Einen Palästinenserstaat wird
es nicht geben
Zambon Verlag 2011, Frankfurt
am Main, ISBN 978 3 88975 185
0 - 12 Euro.
Nahost-Friedensverhandlungen:
Whistleblower der “Palestine
Papers” outet sich
>>>
Palestine
Papers: Why I blew the whistle
- The mislabeled
"peace talks" were instrumental
in creating divisions amongst
Palestinians, compelling me
to speak out. - Ziyad Clot
>>>
Rezension von "Einen Palästinenserstaat
wird es nicht geben"
-
Ziyad Clot - Taris Ahmad >>>
Vorwort zum Ziyad Clot-Buch
"Einen Palästinenserstaat wird
es nicht geben" - Gegen die
Selbstzensur der "freien Presse"
- Markus
Omar Braun - Ziyad Clot, der
Verfasser dieses Buches, beendete
seine Tätigkeit für die NSU,
eine Gruppe externer juristischer
Berater der PLO, im Frühjahr
2009. Im August 2010 schloss
er die Arbeit am vorliegenden
Bericht ab, welcher im September
2010 in französischer Sprache
durch Editions Milo in Paris
veröffentlicht wurde. Darin
sind viele Details der Verhandlungen
zwischen den palästinensischen
und israelischen Delegationen
beschrieben, Details, die sich
in ein neues, anderes Bild dieses
"Friedensprozesses" fügen. >>>
The Palestine Papers
>>>
Dazu passt vielleicht:
Palestinians offer to renew
Israel peace talks without settlement
freeze, official says
- PA reportedly submits new
Quartet offer to restart negotiations,
demand Israel releases 100 Palestinian
prisoners; Israel rejects offer
fearing renewal of only low-grade
talks. - Barak Ravid - The Palestinian
leadership submitted a proposal
to renew peace talks with with
Israel that drops their long-standing
demand that Israel ceases all
West Bank settlement construction,
a top Israeli official said
on Wednesday. >>>
«Ich
glaube nicht an die Objektivität» - Ein
Gespräch mit dem Comic-Reporter Joe Sacco
über seinen neuen Band «Gaza» - Joe Saccos
- Eine aufschlussreiche Fussnote der Geschichte:
In seiner neusten Comic-Reportage, «Gaza»,
arbeitet Joe Sacco ein Massaker der israelischen
Armee an der palästinensischen Zivilbevölkerung
auf. Über «Gaza» und seine Comic-Reportagen
im Allgemeinen unterhielt sich mit ihm Christian
Gasser. - Interview: Christian Gasser
- Joe Sacco, bereits Ihre erste grosse Reportage,
«Palästina», beschäftigte sich mit dem Nahostkonflikt.
Was fasziniert Sie daran? 1992 bin ich nach
Palästina gereist, weil ich wissen wollte,
was dort wirklich abläuft. Ich hatte das
Gefühl, ich müsse etwas tun – und sei es
auch nur, mich umzuschauen und das Gesehene
meinen Freunden zu erzählen. Der Konflikt
hat mich seither nie losgelassen. Er berührt
uns >>>
Abdallah Frangi
Der Gesandte Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik Abdallah Frangi: Der
Gesandte. Mein Leben für
Palästina. Hinter den
Kulissen der Nahost-Politik,
Heyne-Verlag München 2011,
19,80 Euro, ISBN
978-3-453-19354-3
Aus dem Widerstand an den Verhandlungstisch - Als enger Vertrauter von Arafat war Abdallah Frangi 42 Jahre lang in Deutschland und wurde hier zur Stimme der Palästinenser – seit 1974 als offizieller Vertreter der PLO in Bonn und Berlin. Durch seine engen Kontakte zu den maßgebenden Politikern brachte er die Interessenlage des palästinensischen Volkes auf die politische Agenda. Er pflegte u. a. Verbindungen zu Hans-Jürgen Wischnewski, Joschka Fischer, Hans-Dietrich Genscher und Gerhard Schröder – ein einzigartiger Blick hinter die Kulissen der internationalen Politik. Abdallah Frangis Leben liest sich spannend wie ein Agententhriller: Aufgewachsen in einer einflussreichen Beduinenfamilie, wird Frangi im Alter von fünf Jahren mit seiner Familie aus dem soeben gegründeten Staat Israel nach Gaza vertrieben. Mitte der 50er-Jahre, als Gaza vom israelischen Militär besetzt wird, gehört sein ältester Bruder zu den Gründungsmitgliedern der palästinensischen Freiheitsbewegung Fatah. Nach dem Abitur geht Frangi für ein Medizinstudium nach Deutschland, und es beginnt sein über 40 Jahre andauerndes Engagement für Palästina in Deutschland. Nach den Anschlägen einer palästinensischen Terrorgruppe während der Münchner Olympiade wird Frangi ohne jede Begründung aus Deutschland ausgewiesen und steht auf der Todesliste des israelischen Geheimdienstes. Nur knapp entgeht er selbst einem Briefbombenattentat und muss erleben, wie viele seiner politischen Mitstreiter ermordet werden. Dennoch setzt sich Frangi unerschütterlich für eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts ein. Vom Beduinenzelt in die Bonner Republik – Lebensgeschichte als Weltgeschichte.
Abdallah
Frangi, Der Gesandte - Mit dem
vorliegenden Buch hat die „Stimme Palästinas
in Deutschland“, Abdallah Frangi, seine
„Auto“-Biographie vorgelegt. In der Person
des langjährigen Vertreters des
palästinensischen Volkes und Vertrauten des
letzten Präsidenten des „Staates Palästina“,
Yasser Arafat, scheint die ganze Tragödie
seines geschundenen Volkes auf: Ein Volk mit
Land, wurde zu einem Volk ohne Land. >>>
Ein Staat für die
Palästinenser bleibt das
Ziel - Der frühere
PLO-Vertreter in
Deutschland, Abdallah
Frangi, gewährt in seinem
neuen Buch tiefe Einblicke
hinter die Kulissen der
Nahost-Politik.
- Arn Strohmeyer
-
„In
den fünfziger und sechziger
Jahren entstand [in der
Bundesrepublik] in der
Konfrontation mit dem
Nationalsozialismus und dem
Holocaust ein umfassendes
Wunschbild von Juden, vom
jüdischen Staat und seinen
jüdischen Bürgern, ein
Wunschbild, das spezifisch
deutsche Züge trug und das
spätere Gespräch über Israel
in der Bundesrepublik über
Jahrzehnte beeinflusste.
Diese Hinwendung zu Israel
und den Juden, und die damit
verbundenen Idealisierungen
wurden zu einem wichtigen
Element der politischen
Identität der Bundesrepublik
und ihrer Eliten, zum Symbol
der West-Ost-Orientierung
und des erfolgreichen
Wandels zu Demokratie,
Toleranz und Liberalismus“,
schreibt der israelische
Historiker Daniel Cil
Brecher in seinem Buch „Der
David - Der Westen und sein
Traum von Israel“.
Er belegt auf vielen Seiten,
dass dieses Israel-Bild
natürlich eine Idealisierung
ist, die vor allem in
Deutschland und den USA aber
für die Wirklichkeit
genommen wird. >>>
Abdallah Frangi: Der Gesandte Im Dienste
Palästinas - Wolfgang Günter
Lerch - (...) Abdallah Frangis Memoiren
mit dem Titel „Der Gesandte. Mein Leben für
Palästina“, mit Hilfe eines Ghostwriters verfasst,
lassen fünfzig Jahre Zeitgeschichte - vornehmlich
des Nahen Ostens - am Leser Revue passieren.
Frangi, der länger als vierzig Jahre die Palästinensische
Befreiungsorganisation (PLO) in Deutschland
repräsentierte, zieht eine Bilanz, die für ihn
persönlich, aber auch für die Palästinenser
insgesamt doch positiv ausfällt, auch wenn die
Palästinenser noch immer um ihre Rechte und
ihren Staat kämpfen müssen. Als er in den sechziger
Jahren zum Medizinstudium nach Deutschland gekommen
sei, hätten die Palästinenser einen äußerst
schlechten Ruf genossen, heute werde ihr Anliegen
in Deutschland von fast jedermann unterstützt:
die Schaffung eines Palästinenserstaates an
der Seite von und gleichberechtigt mit Israel.
>>>
Der
Holocaust-Leugner und Judeophobe Gilad Atzmon wird salonfähig
gemacht.
- Shraga Elam >>>
Nachtrag zum Blog-Artikel über Gilad
Atzmon
- Shraga Elam >>>
The Wandering Who?
-
Rezension von Dr. Ludwig Watzal >>>
Gilad Atzmon: The Wandering
Who? A Study of Jewish Identity Politics
-
Elias Davidsson - (Note: The numbers
within parenthesis refer to the page numbers in the author’s
book. The numbers within brackets refer to endnotes below)
Atzmon is an Israeli musician, author and political activist who
lives in London. In his book he traces his own development from
a young, rather typical Israeli, brought up in a fiercely
nationalist and chauvinist family, to become a staunch opponent
of Zionism and of the State of Israel. But his book is far more
than a personal story. It is an attempt to understand what
motivates secular people of Jewish background to continue to
identify themselves as Jews. It is also an attempt to
demonstrate the harmful consequences of Jewish identity,
particularly when this is not based on Jewish religion. While
referring at various points to Israeli gross violations of human
rights and international law, as well as to the Nakba of 1948,
such facts merely represent part of the >>>
Gilad Atzmon
-
Erhard Arendt >>>
Die Kuppel Becca al-BadriAufgewachsen auf der arabischen Halbinsel in Abu Dhabi und liebevoll erzogen von ihrem Vater, einem amerikanischen Psychiater, studiert Maria in London Medizin. Auf dem Sterbebett beichtet ihr Vater ihr eine Lüge, und alles, was sie bisher über ihre Herkunft zu wissen glaubte, erweist sich plötzlich als falsch. Aus seinen Aufzeichnungen erfährt sie, was 1993 wirklich in Chicago geschah, dem Jahr, in dem sie mit ihrer Mutter in dieser Stadt lebte. Es ist die bewegende Geschichte einer jungen Frau, die mit ihrer Tochter illegal in die USA einreist, um dort für sich und ihr Kind eine bessere Zukunft zu finden. Doch ihre Hoffnungen zerbersten, als sie mehr zufällig in einen spektakulären Mordfall verwickelt wird. Ein packender Roman, meisterhaft erzählt, der den Leser augenblicklich in seinen Bann zieht. 14,90 EUR An dieser Stelle können Sie kostenlos 30 Seiten des Buches im Format PDF lesen. Probeseiten Reaktionen von Lesern auf dieses Buch
Uri Shani
Ein Sommer voller Hoffnung Wir berichten aus dem Zelt - Aufzeichnungen aus Israel 2011 Im Sommer 2010 wurde Liat und Uri Zohar mit ihren fünf Kindern gekündigt, die wurden auf die brütend heiße Straße von Bet She'an geworfen. Sie nahmen ein Zelt, und zusammen mit Hunderten protestierten sie auf dem Ratshausplatz, was viele auch außerhalb von Bet-She'an begeisterte. Alles war schon da: die Zelte, das schattenspendende Türkenzelt, die Protestschilder… Aber die Welle ebbte ab.... Dann, plötzlich, am 14. Juli 2011, beginnt ein Protest, der sich wie ein Buschfeuer ausbreitet. Mehr und mehr Menschen stellen ihr Zelt auf dem zentralen Platz ihrer Stadt auf, so auch Wir. Wir verändert sich hier, und es ist nicht immer klar, wer da dazugehört, manchmal sind Wir das Zeltlager von Tiv‘on, manchmal das Koordinationskommittee von Tarabut-Hitchabrut, manchmal der Nordfrontstab, manchmal die ganze Menschheit, manchmal Unsere Kleinfamilie... Ein spannendes und packendes Dokument eines sozialen Experiments, mitten im Heute
AphorismA Verlag Berlin 2011 - 42 Seiten - ISBN 978-3-86575-542-1 | 5,00 EUR - Reihe: Kleine Texte 39
Asa Winstanley, Frank Barat (Hrsg.)
Russell Tribunal zu Palästina
ISBN: 978-3-942281-07-2 - Preis: 39,90 € - 704 Seiten -
LAIKA VERLAG Nicht zuletzt durch den israelischen Angriff auf Gaza im Dezember 2008 konstituierte sich am 4. März 2009 das Russell Tribunal zu Palästina. Zu den Unterstützern zählen u. a. Tarik Ali, Breyten Breitenbach, Judith Butler, Eduardo Galeano, Johan Galtung, Costa Gavras, Ken Loach, Harold Pinter und Jean Ziegler. Das erste Tribunal tagte vom 1. Bis 3. März 2010 in Barcelona, die zweite Sitzung fand vom 20. bis 22. November 2010 in London statt. Weitere werden in Südafrika und den USA folgen. Der Laika-Verlag veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Russell Peace Foundation und dem englischen Verlag Pluto Press die Ergebnisse des Russell-Tribunals zu Palästina. Mit Texten von: Asa Winstanley, Frank Barat und Alice Walker
EDITION PROVO - Band 2: Moustafa Bayoumi (Hrsg.)
Mitternacht auf der Mavi Marmara – Der Angriff auf die Gaza-Solidaritäts-Flottille
ISBN: 978-3-942281-88-1 - Preis: 19,90 € - 362 Seiten
LAIKA VERLAG Ein Buch von Moustafa Bayoumi mit einem Vorwort von Moshe Zuckermann. Zu den Pressestimmen >>>
laika diskurs Regis Debray Brief an einen israelischen Freund
ISBN: 978-3-942281-03-4 - Preis: 14,90 - 112 Seiten- LAIKA VERLAG
Israeli Rejectionism – Buchbesprechung -
(Die israelische Politik des
Zurückweisens) - Ludwig Watzal - (Zalman Amit/Daphna Levit: Israeli Rejectionism. A Hidden Agenda in the Middle East Peace Process, Pluto, London-New York, pp.208) - Nachdem die palästinensische Führung 20 Jahre lang mit verschiedenen israelischen Regierungen über eine Lösung des Nahostkonflikts verhandelt hat, ist sie von der Scharade, die die USA, der übrige Westen und sogar die besetzten Palästinenser unter der Führung von Mahmud Abbas "Friedensprozess" nennen. Abbas bittet die Vereinten Nationen, dem "Staat Palästina" den Status eines Vollmitglieds zu gewähren. Die israelische Regierung widersetzt sich diesem Antrag heftig, und so machen es auch die USA. Seit 1967, als die israelischen Verletzungen internationaler Normen immer wieder vor den UN-Sicherheitsrat gebracht wurden, hat die US-Regierung ihm (Israel) lässig den Rücken gestärkt. Für die große Mehrheit der US-Regierungen war Israel immer "the good guy", sogar nachdem es im Juni-Krieg 1967 die USS Liberty vor der Küste Israels in internationalen Gewässern angegriffen und 34 US-Marines getötet hat. In der Frage, wer für den Stillstand in den Friedensverhandlungen in Nahost in den letzten 80 Jahren verantwortlich ist, ist das Buch "Israeli Rejectionism" aktuell. >>>
Auch - Israeli Rejectionism (Die israelische Politik des Zurückweisens)
- Dr. Ludwig Watzal - >>>
Israeli Rejectionism - Ludwig Watzal - Zalman Amit/Daphna Levit, Israeli Rejectionism. A Hidden Agenda in the Middle East Peace Process, Pluto, London-New York, pp 208, 24.70 $. - After having negotiated for 20 years with different Israeli governments about a solution to the conflict in the Middle East, the Palestinian leadership is sick and tired of the charade that the U. S., the rest of the West and even the occupied Palestinians under the rule of Mahmud Abbas call “peace process”. Abbas and its cronies ask the United Nations to grant the “State of Palestine” full membership status. The Israeli government fiercely opposes this move and so does the U. S. Since 1967, when Israel´s violations of international norms were brought before the UN Security Council time and again, the U. S. government has backed it off-hand. For the large majority of U. S governments, Israel was always the “good guy” even after it attacked the USS liberty in the June war of 1967 in international waters of the shore of Israel and killed 34 US marines. At the question, which is responsible for the stalemate in the progress towards peace in the Middle East for the last 80 years, the book “Israeli Rejectionism” comes into play. Already in the introduction of this book, the authors blame Israeli leadership for its rejectionist attitude towards peace. “Our position is that Israel was never primarily interested in establishing peace with its neighbors unless such a peace was totally on its own terms.” >>> Auch hier >>>
Palästina
Ethnische Säuberung und Widerstand
Autoren: Arrigoni, Vittorio; Canarutto, Paola; Dametti, Margherita; Forti, Giorgio; Giannangeli, Ugo; Lastaria, Federico; Tafeche, Dirar, Zambon, Guiseppe
Zambon-Verlag Frankfurt/ Main 2011, ISBN 9783889751560, 35 Euro
Abels Gesichter, Palästina.
Ethnische Säuberung und Widerstand - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - In der Reihe "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" ist nach den Themenbänden Auschwitz, Hiroshima, Vietnam, Lateinamerika als fünfter Band „Palästina“ erschienen. In dieser beeindruckenden Reihe weist der Verlag auf ein Verbrechen hin, welches die öffentliche Meinung zurzeit aufgrund gezielter Desinformation nicht als solches anerkennen will. Was vor den Augen der Weltöffentlichkeit mit dem palästinensischen Volk geschieht, ist unvorstellbar, weil es durch die „einzige Demokratie des Nahen Ostens“ geschieht. Angeblich teilt und verteidigt Israel mit den klassischen Demokratien die so genannten westlichen Werte als „Villa im Dschungel“. Die Methoden, mit denen dies geschieht, haben mit Demokratie im westlichen Sinne nichts zu tun. Aber da Israels Protektor >>>
„Palästina. Ethnische Säuberung und Widerstand“ - Arn Strohmeyer - „Oft wurde uns gesagt, dass wir wegen der Leiden, die die Juden in Europa seitens der Nationalsozialisten ertragen mussten, Sympathie für Israel empfinden müssten. Ich sehe in einer solchen Empfehlung keinen Grund dafür, die Leiden anderer zu perpetuieren. Das, was Israel heute anrichtet, kann nicht mit Nachsicht behandelt werden. Die Schrecken der Verfolgung heraufzubeschwören, um die Gegenwart zu rechtfertigen, ist nichts als pure Scheinheiligkeit!“ Ein mutiges Wort, das gut in die gegenwärtige Debatte in Deutschland über das Thema „Darf man Israel kritisieren?“ und Antisemitismus passt. Denn die Freunde Israels, die die Politik dieses Staates trotz ständigen Bruchs des Völkerrechts und der Menschenrechte, trotz permanenter Kolonisierung und Landraub, Gewaltausübung, Blutvergießen, Verhaftungen und ununterbrochener Kontrollen rechtfertigen und verteidigen, benutzen den Antisemitismus-Vorwurf ohnehin nur als Schutzschild, um eben diese Politik des permanenten Unrechts zu kaschieren und ihre Gegner zu diffamieren. >>>
Daniel Cil Brecher Der David – Der Westen und sein Traum von Israel Neue Kleine Bibliothek 166, 251 Seiten EUR 15,90 [D] / EUR 16,20 [A] / SFR 21,90 - ISBN 978-3-89438-468-5 - Erscheinungstermin: August 2011 Daniel Cil Brecher, *1951 in Tel Aviv, Historiker und Autor. Er arbeitete an der Universität Haifa, an der Gedenkstätte Yad Vashem und war Direktor des Leo Baeck Instituts in Jerusalem. Er lebt heute in den Niederlanden. Brecher schreibt seit mehr als dreißig Jahren über jüdische Geschichte und den Nahostkonflikt. »Der David« steht für die idealisierten Israel-Bilder des Westens, hinter denen sich eigene Interessen und das Schicksal des palästinensischen Volkes leicht verbergen lassen. Brecher skizziert diese Traumbilder und ihre politische Bedeutung an unterschiedlichen Beispielen: an den Geschichtsklitterungen, die über die Haltung der britischen Regierung 1917 gegenüber dem Zionismus und über die der USA 1947/48 gegenüber dem entstehenden Staat Israel verbreitet wurden, ebenso wie an den »besonderen Beziehungen« der USA und der Bundesrepublik Deutschland zum jüdischen Staat. Abschließend folgt ein Ausflug in die Welt der politischen Mythen. Er beginnt im Juni 1967, führt uns sodann in den Stadtstaat Florenz, in dem ein David-Kult zur Legitimierung von Herrschaft und Krieg betrieben wurde, und endet bei den Fans von Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur, deren ganz eigener Israel-Kult den »Juden« als Symbol des Opfers mit »Israel« als Symbol der Gewalt und Aggressivität verbindet. »Ein kritisches Sachbuch, das gut erzählt und belegt ist und den aktuellen Diskurs über den Nahostkonflikt bereichern wird, weil es ausschließlich auf Fakten gründet« (Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung) »Ein fabelhafter Text – innovativ und angemessen kritisch-reflektiert« (Moshe Zuckermann, Universität Tel Aviv)
Amnesty Report 2011 - Israel und besetzte palästinensische Gebiete Hintergrund Blockade des Gazastreifens - humanitäre Krise Einschränkungen im Westjordanland Recht auf Wohnen - Zwangsräumungen Anwendung unverhältnismäßiger Gewalt Straffreiheit Justizsystem Folter und andere Misshandlungen Rechte auf freie Meinungsäußerung und Vereinigungsfreiheit Gewaltlose politische Gefangene - Israelische Wehrdienstverweigerer >>>
AMNESTY BERICHT: ISRAEL/GAZA Operation Gegossenes Blei. Der Krieg zwischen Dez. 2008 und Jan. 2009 Die Übersetzung der Kogruppe in Zusammenarbeit mit anderen HelferInnen ist fertig und hier abrufbar : Operation_Gegossenes_Blei.pdf Hier finden Sie den Original-Amnesty-Bericht (127 Seiten) auf Englisch: Operation "Cast Lead": 22 days of death and destruc tion siehe auch: Gaza-Tagebuch. Berichte von Amnesty-Delegierten über Menschenrechtsverletzungen im Gazakrieg, übersetzt von der Kogruppe: Gaza-Tagebuch.pdf Hier Informationen zur Bestellung der Broschüre mit Bestelladresse : Gegossenes_Blei.pdf Die gedruckte Broschüre (110 S., DIN A 4 mit Fotos) kann zum Selbstkostenpreis von 5 € entweder bei Friedhelm Kuhl (s. Text der PDF-Datei), s. auch Amnesty-Hagen oder über die Kogruppe, aiBergmann@gmx.de , bestellt werden.
AMNESTY BERICHT: WASSERNÖTE - PALÄSTINENSERN WIRD DER FAIRE ZUGANG ZU WASSERRESSOURCEN VERWEIGERT - Amnesty International - Der fehlende Zugang zu angemessenem, sicherem und sauberem Wasser ist für Palästinenser in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) ein langanhaltendes Problem, das im Prinzip aus Israels diskriminierenden politischen Strategien und Praktiken resultiert. Palästinenser benutzen rund 70 Liter Wasser pro Kopf am Tag, kaum ein Viertel der Menge, die von Israelis verwendet wird. Der Zugang zu Wasserressourcen für Palästinenser in den OPT wird von Israel kontrolliert und auf ein Maß beschränkt, das deren Bedürfnisse nicht zu decken vermag und keinen fairen und gleichberechtigten Anteil an den gemeinsamen Wasservorkommen darstellt. Etwa 180.000 - 200.000 Palästinenser in den ländlichen Gemeinden der Westbank haben keinen Zugang zu fließendem Wasser. Einige überleben mit weniger als 20 Litern pro Tag, dem für Notfallsituationen empfohlenen Minimum. Selbst in jenen Städten und Dörfern, die an das Wassernetz angeschlossen sind, bleiben die Wasserhähne oft trocken - manchmal über Wochen oder sogar Monate. Im Gazastreifen ist der Aquifer ausgeschöpft und verunreinigt - mehr als 90 Prozent der Wasservorkommen sind für den menschlichen Gebrauch nicht mehr geeignet. Die israelische Blockade des Gazastreifens verhindert die Einfuhr dringend benötigter Materialien für den Bau und die Reparatur von Wassereinrichtungen und hat die ohnehin schon bittere Lage noch weiter verschärft. Der Wassermangel hat die soziale und wirtschaftliche Entwicklung von Palästinensern in den OPT verhindert und zu Verstößen gegen ihr Recht auf einen angemessenen Lebensstandard einschließlich der Rechte auf Wasser, Nahrung, Gesundheit, Arbeit und eine adäquate Unterkunft geführt. - MENSCHENWÜRDE EINFORDERN WASSER IST EIN MENSCHENRECHT Amnesty International bietet diese Broschüre von 124 S. m. farbigen Fotos zu Selbstkostenpreis von 5 € an. Bestellung über info@amnesty-hagen.de erbeten.
Interview mit Oded Netivi, Autor des Thrillers "Gott ist schuld"
- Anis Hamadeh - Wie kam es zu der Idee, diesen Roman zu schreiben? - Dieses Buch entstand in der Absicht, einen möglichen Ausweg aufzuzeigen. Es entstand aus meiner tiefen Überzeugung heraus, dass sich Juden und Araber ein Land friedlich teilen könnten. Und es entstand trotz widriger Umstände, wie zum Beispiel meiner Legasthenie, die in jeder Sprache, derer ich mich bediene, erbarmungslos zuschlägt. Trotz der aus Sperrmüll-Teilen zusammengebastelten Computer, die ständig abstürzten und die Schreibarbeit vieler Stunden oder Tage in den dunklen digitalen Abgrund zerrten. Und auch wenn mir selbst die Geschichte zunächst holprig erschien, irgendwie dilettantisch erzählt, eher getragen von dem, was man "guten Willen" und Idealismus nennt … so hat es doch großen Spaß gemacht, sie zu schreiben! Auf der Verlags-Website findet man das Zitat eines Lektors, der dem Roman eine hohe Qualität bescheinigt. Allerdings erwähnt er auch ein Tabu, was die israelische Geschichte angeht. Dieses Tabu hat es schwer gemacht, einen Verlag zu finden. Die Geschichte von Gründung und Aufbau des jüdischen Staates Israel im zwanzigsten Jahrhundert ist geprägt von enormen Widersprüchen. >>>
Gott ist schuld - Oded Netivi - Melzer Verlag >>>
Verlagsprogramm Herbst 2011 >>>
Der
Außenminister
Sühne oder neue Schuld
Schauplatz sind Jerusalem und das Westjordanland
Ein Schauspiel von
Kenneth und Hannelore Lewan
Nachwort von Friedhelm Schmitz
JETZT KOSTENLOS ONLINE ABRUFBAR
Download - doc Datei - 50 Seiten
Der Außenminister
- Rezension Ludwig Watzal - Über den Nahostkonflikt sind Bibliotheken
gefüllt worden. Einer Lösung ist man dadurch aber keinen Millimeter
näher gekommen. Nähert man sich ihm in der Form eines Schauspiels,
erscheint er als ein einziges Polit-Drama. Insbesondere die
Kritiklosigkeit Deutschlands gegenüber der israelischen
Besatzungspolitik enthebt diesen Konflikt in transzendente Sphären.
Hatte sich nicht Deutschland unter rot-grüner Herrschaft zum weltweiten
Verteidiger der Menschenrechte erklärt? Diesen Widerspruch - verkörpert
in der Person des deutschen Außenministers - beschreiben der emeritierte
Politikwissenschaftler Kenneth Lewan und seine Gattin Hannelore >>>
Mehr zum Theaterstück
>>>
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- doc Datei - 50 Seiten
„Ein infernalisches High-Tech-Massaker“ - Norman Finkelstein beleuchtet in seinem neuen Buch die Hintergründe des Gaza-Krieges 2008/09
- Arn Strohmeyer - Eine „infernalisches High-Tech-Massaker“ und einen „Rückfall in die Barbarei“ nennt Norman Finkelstein in seinem neuen Buch „Israels Invasion in Gaza“ den Überfall auf das dicht besiedelte palästinensische Gebiet unter Hamas-Kontrolle. Die „Wertegemeinschaft“ der westlichen Staaten und auch die meisten führenden Intellektuellen (ganz besonders die Israels!) sahen dem Morden schweigend zu und fanden sogar rechtfertigende Worte, weil Israel ja schließlich von den Raketen der Hamas bedroht worden sei. Die Zahlen sind bekannt, aber Finkelstein nennt sie noch einmal für alle, die es nicht wissen oder nicht wissen wollen: In den fast zehn Jahren von 2001 bis zum Beginn des Krieges im Dezember 2008 sind nicht einmal zwanzig Tote auf israelischer Seite durch Qasam-Raketen zu beklagen gewesen, auf palästinensischer Seite in Gaza haben die immer wieder stattfindenden militärischen Überfälle und Liquidierungsaktionen Israels Hunderte von Menschenleben gefordert. Im Krieg kamen dann noch 1400 Tote hinzu. Wie viele Menschen ihr Leben inzwischen aufgrund der israelischen Abriegelungs- und Blockadepolitik wegen schlechter Versorgung und fehlender Medikamente verloren haben, lässt sich gar nicht ermitteln. Und wer kennt die Zahl der Krüppel und Traumatisierten? >>>
'Gegossenes Blei'
-
Norman Finkelstein über die Auswirkungen des Gaza-Krieges - Rudolf Walther - Spätestens mit dem Gaza-Krieg der israelischen Armee - 27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009 - hat sich der Wind gedreht. Seither sind 'die Zeiten, da Israel auf eine reflexhafte Unterstützung zählen konnte, vorbei'. Dies sagt Norman G. Finkelstein, der Kritiker der israelischen Politik und der medialen 'Holocaust-Industrie' in den USA. Seine Diagnose ergibt sich aus der minuziösen Analyse der Kriegsoperationen, die unter dem euphemistischen Namen 'Gegossenes Blei' durchgeführt wurden. Mit nicht weniger als 413 Fußnoten belegt Finkelstein die Vorgeschichte, den Verlauf und die Bewertung des Gaza-Krieges in der Weltpresse. Anschließend behandelt er die Reaktionen in den USA und den Bericht des südafrikanischen Richters Richard Goldstone. >>>
Uri Shani Nemashim
Ein arabisch-hebräisches Theaterprojekt Mit einem Beitrag von Amina Nolte AphorismA Verlag Berlin 2011 164 Seiten - ISBN 978-3-86575-027-3
Lesereise April-Mai - Uri Shani - Im April 2011 kam mein Buch NEMASHIM über sechs Jahre mit NEMASHIM, 2002-2008, beim AphorismA-Verlag heraus. Zur Vorstellung des Buches begab ich mich auf eine Lesereise durch 9 Städte in der Schweiz und in Deutschland. Ich fuhr mit grosser Freude und Erwartung und Aufregung, aber auch mit einer Angst: Angst vor dem Buch selber, was es auslösen würde, und diese Angst ist immer noch da, und sie wird wohl noch lange andauern. 1. Bern - Mit Matthias Hui und Ron Ganzfried aß ich zu Mittag, und da wir uns schon 20 Jahre lang kennen, kamen wir auch sehr bald auf heiße Eisen, wie die BDS-Kampagne zum Beispiel. Dies ist ein Thema, das mich schon seit Jahren begleitet, und auch auf dieser Reise sehr wichtig war. (Ist der Erfolg der BDS-Kampagne in Schottland gut für die Unterdrückten hier bei uns?) >>>
Nemashim ist ein hebräisch-arabisches Theater- und Kommuneprojekt aus Israel, das jungen Menschen aus beiden Gruppen Gelegenheit gibt, ein Jahr miteinander in einer Kommune zu leben und miteinander Theater zu machen. - Shani schildert schonungslos den Weg, den das Projekt seit dem Jahr 2002 genommen hat, mit allen Höhen und Tiefen, allem Scheitern und aller Ermutigung. Dabei geht es weder um Mitleid noch darum, den 'Anderen kennenzulernen', es geht um Solidarität und Zusammenarbeit: Gleich berechtigt und gleich verpflichtet, auch wenn die Situation von Mächtigen und Entmächtigten um sie herum vorerst noch bestehen bleibt. 'Wir sehen eine ungerechte, grausame Welt. Wir müssen eine andere erfinden, denn wir wissen, eine andere Welt ist möglich.' (Augusto Boal) Quelle
„Wir wollen die ganze Region befreien“ -
Wie Israel das „Heilige Land“ eroberte / Das neue Buch des Zambon-Verlages:
„Palästina. Ethnische Säuberung und Widerstand“ - Arn Strohmeyer - „Oft wurde uns gesagt, dass wir wegen der Leiden, die die Juden in Europa seitens der Nationalsozialisten ertragen mussten, Sympathie für Israel empfinden müssten. Ich sehe in einer solchen Empfehlung keinen Grund dafür, die Leiden anderer zu perpetuieren. Das, was Israel heute anrichtet, kann nicht mit Nachsicht behandelt werden. Die Schrecken der Verfolgung heraufzubeschwören, um die Gegenwart zu rechtfertigen, ist nichts als pure Scheinheiligkeit!“ Ein mutiges Wort, das gut in die gegenwärtige Debatte in Deutschland über das Thema „Darf man Israel kritisieren?“ und Antisemitismus passt. Denn die Freunde Israels, die die Politik dieses Staates trotz ständigen Bruchs des Völkerrechts und der Menschenrechte, trotz permanenter Kolonisierung und Landraub, Gewaltausübung, Blutvergießen, Verhaftungen und ununterbrochener Kontrollen rechtfertigen und verteidigen, benutzen den Antisemitismus-Vorwurf ohnehin nur als Schutzschild, um eben diese Politik des permanenten Unrechts zu kaschieren und ihre Gegner zu diffamieren. Sie erweisen Israel und „den“ Juden damit einen denkbar schlechten Dienst. An einer Debatte über wirklichen und nicht herbeigeredeten Antisemitismus würde man sich gern beteiligen und auch solidarisch hinter den Angegriffenen und Bedrohten stehen. Eine Selbstverständlichkeit, wenn man die Katastrophen der deutschen Geschichte ernst nimmt. Die oben zitierte Zeilen sind aber kein aktueller Beitrag zu dieser unseligen Debatte, sondern eine Feststellung des britischen Philosophen Bertrand Russell aus dem Jahr 1970! Er fügt gleich noch einige Sätze hinzu, die auch 41 Jahre >>>
Palästina. Ethnische Säuberung und Widerstand. Autoren: Arrigoni, Vittorio; Canarutto, Paola; Dametti, Margherita; Forti, Giorgio; Giannangeli, Ugo; Lastaria, Federico; Tafeche, Dirar, Zambon, Guiseppe, Zambon-Verlag Frankfurt/ Main 2011, ISBN 9783889751560, 35 Euro
Livia Rokach, Leben mit dem Schwert. Israels Heiliger Terror
- Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Mit der Frage „Israel, ein Terrorstaat?“ leitet der Verleger Abraham Melzer seine Einführung in die Neuauflage des Buches von Livia Rokach ein, das erstmalig 1980 unter dem Titel „Israel´s Sacred Terrorism“ in den USA und auf Deutsch unter „Israels Heiliger Terror“ 1982 erschienen ist. Unter dem Titel „Leben mit dem Schwert. Israels Heiliger Terror“ ist es nun wieder verfügbar. Um das Resümee vorweg zu nehmen: Das Buch scheint heute noch wichtiger zu sein als zum Zeitpunkt seiner Erstveröffentlichung, weil es über ein Verhaltensmuster israelischer Regierungen und seiner politisch-militärischen Klasse Einblicke liefert, die sich bis heute scheinbar nicht verändert haben. >>>
Nun auch in deutscher Übersetzung: Izzeldin Abuelaish
Du sollst nicht hassen - Meine Töchter starben, meine Hoffnung lebt weiter
Originaltitel: I Shall Not Hate Übersetzung: Exo, Ingrid - Lübbe Verlag 03/2011 - ISBN-13: 9783785724255 >>>
Ein Mediziner, der nicht hassen, der aber verzweifeln könnte: Dr. Izzeldin Abuelaish
Zu einem aufrüttelnden Buch, das viel Mut macht - Rupert Neudeck Mit dem immerwährenden Schmerz dessen, der die Lage der Palästinenser und der Israelis selbst erkundet hat und jetzt das – ich weiß nicht wievielte - Buch darüber liest, stelle ich eines von einem palästinensischen Arzt vor, das in Kanada und Frankreich erschienen ist. Das Buch ist geschrieben von Dr. Izzeldin Abuelaish. Sein Titel ist Programm: „Ich werde niemals hassen. Ein Mediziner aus Gaza auf den Wegen des Friedens“ (Französisch erschienen bei Robert Laffont Paris 2011). Ich weiß nach der Lektüre nicht, wie man ein solches Leben aushält. Es wird mir schwarz vor Augen. Die Selbstgerechtigkeit der israelischen Politik wird mir noch einmal bewusst: Wie kann man mit einem Volk auf Dauer nebeneinander leben, dem man nicht die elementaren Menschenrechte gibt? Nach 43 Jahren Verweigerung?
Alles was Israel in seiner Politik zu seiner Verteidigung sagt, ist immer auch richtig und in der gleichen Sekunde falsch. Man kann ein Volk, ein ganzes Volk auf Dauer nicht im Schwitzkasten belassen. Es bringt auch nichts, einzelne Palästinenser zu belobigen, wie es der jüdisch-israelische Arzt Dr, Marek Glezerman in seinem Vorwort tut. Glezermann leitet die Gynäkologische Abteilung des Hospitals Soroka bei Beersheba in Israel, in das Izzeldin Abuelaish immer wieder Patienten vom Gaza Streifen gebracht und dort selbst praktiziert hat. Man muss doch irgendwann festhalten, dass Menschen nicht einfach zu Terroristen und zu Selbstmordattentätern werden, sondern dass da in ihnen ganz furchtbar viel angerichtet sein muss an Vergeblichkeit und Verweigerung normaler Bewegungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Natürlich ist es schlecht, grundsätzlich, moralisch, theologisch, geschichtlich nach dem Holocaust, Israel das Existenzrecht zu verweigern. Aber wie würden sich die Herzen, Gemüter, Seelen der Palästinenser öffnen, wenn einmal Ihnen die gleichen Entfaltungsrechte zugestanden würden, auf die sie nach der Menschenrechtscharta Anspruch hätten >>>
Gaza Doctor Izzeldin Abuelaish Two Years After Israeli Attack that Killed 3 Daughters & Niece: "As Long as I am Breathing, They are with Me. I Will Never Forget"
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Tatsachenbericht von Shlomi Eldar: GAZA BIS ZUM BITTEREN ENDE.
Shlomi Eldar hat für das staatliche israelische Fernsehen und später für Kanal 10 aus Gaza berichtet. Er war dort fünfzehn Jahre und hat so manche Kontakte und Freundschaften mit Palästinensern aus Gaza, mit ehemaligen Häftlingen und mit Kollegen geschlossen. So kam er an Informationen, die hier zum ersten Mal veröffentlicht werden. Es sind spannende Geschichten, die von einem Beinahe-Aufstand gegen Arafat und von der menschlichen Seite eines Itzchak Rabin berichten. Alles in allem erzählt er, wie Israel den Frieden verpasst hat, und es kommt auch bei ihm der Verdacht auf, dass hinter diesem Verpassen Absicht und Methode steckten. Dieses Buch wird Ihnen eine völlig fremde, spannende und traurige Welt öffnen. Es verdient gelesen zu werden. Und wenn es Sie auch so überzeugen wird, wie mich, dann sollten Sie es allen empfehlen, die für den Nahost-Konflikt und speziell für Gaza ein Herz haben.Melzer Verlag - Das Verlagsprogramm Frühjahr 2011 - pdf >>> Der Melzer Verlag >>> Bücher des Melzer Verlages >>> Zeitschriften - Der Semit >>> Texte von Abraham Melzer >>>
Verzweifeln an Israel
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Die jüdische Historikerin Esther Benbassa hinterfragt im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt die jüdische Identität - Arn Strohmeyer (Esther Benbassa: Jude-Sein nach Gaza, Verlag Les éditions du CRIEUR PUBLIC, Hamburg 2010, 12,80 Euro) - „Ich bin eine Jüdin ohne Gott und darum ist Israel Teil meiner nicht vorhandenen Religion. Aber ich bin auch in Israel aufgewachsen. Auch deshalb liegt mir an seiner Existenz, auch deshalb muss ich ihm gegenüber kritisch sein. Man kann dieses Land nicht in sich tragen und an seiner Seite bleiben, wenn man es verachtet“, schreibt die Historikerin Esther Benbassa in ihrem neuen Buch. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie kennt und liebt Israel aus eigener Erfahrung. Sie lehrt heute moderne und zeitgenössische Geschichte der Juden an der Sorbonne in Paris. Aber sie weiß auch, dass ihr Wunsch, sich mit Israel identifizieren zu können, eine Illusion, eine Fatamorgana ist. Denn gleich nach dem oben angeführten Zitat bekennt sie, dass Israels Offensive gegen den Gaza-Streifen 2008/2009, die sie ein „Massaker“, ein „großes Verbrechen“ und einen „Kolonialkrieg“ nennt, alles verändert habe. Etwas ganz Neues sei geschehen: „Es wurde die Scheidelinie überschritten zwischen dem, was ein Jude mit seinem geschichtlichen Hintergrund zulassen kann und dem, was er zurückweisen muss, wenn er möchte, dass sein Jude-Sein eine von Humanität und somit von Universalität geprägte Vision der Welt bleibt.“ Das Verbrechen der Gaza-Offensive habe die Karten völlig neu gemischt. Esther Benbassas Buch ist ein verzweifelter und entsetzter Aufschrei darüber, in welche Richtung sich Israel entwickelt hat und wie weit es sich vor allem von dem, was die jüdische Ethik seit Jahrhunderten ausmacht, entfernt hat. >>
Die Angst vor dem Frieden.
Das israelische Dilemma
Moshe Zimmermann Aufbau Verlag Berlin 2010
"Frieden mit den Arabern wäre ein Albtraum" - Der israelische Historiker Moshe Zimmermann zeichnet in seinem neuen Buch ein düsteres Bild von Israel und seiner Zukunft -
Arn Strohmeyer - (Moshe Zimmermann: Die Angst vor dem Frieden. Das israelische Dilemma, Aufbau Verlag Berlin 2010) - Der israelische Historiker Moshe Zimmermann hat ein erschreckendes Buch über den politischen Zustand seines Landes geschrieben - erschreckend vor allem für diejenigen, die über Israel wenig wissen und immer noch an dem Bild vom kleinen bedrohten Staat mitten im "arabischen Meer" festhalten. Freunde Israels haben es da leichter, sie können gleich die Klischees vom "antisemitischen" oder "selbsthassenden Juden" hervorholen und die vorgebrachte kritische Analyse auf diese Weise abtun. Aber Argumente dieser Art sind gar keine, weil sie einfach zu einfältig und platt sind, um ernst genommen zu werden. Moshe Zimmermann ist ein zu renommierter und anerkannter Historiker mit bedeutenden Veröffentlichungen über den Holocaust und auch zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts, als dass man sein neues Buch so abtun könnte. Es ist harter Tobak, den er vor allem dem deutschen Leser zumutet, der zumeist eine ganz andere Vorstellung von Israel hat. (...) Dafür, dass es nicht zu einer Tendenzwende in Richtung Frieden kommt, macht Zimmermann militante Minderheiten in der israelischen Gesellschaft verantwortlich: die Araber-Hasser, die Orthodoxen, die Siedler und das Militär. Diese Gruppen - so der Historiker - haben die israelische Gesellschaft in Geiselhaft vor dem Frieden genommen, schüren die Angst und diktieren das politische Tun. Die Mehrheitsgesellschaft fügt sich, weil sie sich vor dem Widerstand dieser kleinen Gruppen gegen einen Frieden mehr fürchtet als vor der Fortsetzung des Status quo oder sogar einem neuen Krieg mit den Nachbarn. Bestes Beispiel: Nicht wenige israelische Analytiker sehen einen Bürgerkrieg zwischen Armee und Siedlern voraus, wenn sich die Regierung doch entschließen sollte, für die Entstehung eines Palästinenserstaates die besetzten Gebiete zu räumen. Begünstigt wurde das Erstarken kleiner mächtiger Gruppen in der israelischen Gesellschaft durch eine "ideologische Revolution". Die Staatsideologie des Zionismus wird heute nicht mehr wie in den Anfangsjahren des Staates nach 1948 von den säkularen sozialistischen Elementen (vor allem der sozialdemokratischen Arbeiterpartei) getragen, sondern von den Nationalisten, Nationalreligiösen und Ultraorthodoxen. Für diesen neuen Zionismus - den Zimmermann den "wahren Postzionismus" nennt - ist das "Jüdische" im religiös-orthodoxen Sinne vorrangig, es ist der primäre Wert, dem auch die Demokratie untergeordnet wird. Priorität hat bei diesen Kräften ein "jüdischer Staat", der dann automatisch ethnozentrisch orientiert ist und kein demokratischer mehr sein kann, weil er die anderen Minderheiten im Land diskriminiert. Diese Gruppen, die auch in Netanjahus Koalition stark vertreten sind, haben Israel religiöser gemacht und politisch deutlich nach rechts gerückt. Diese tragenden neuen Säulen des Zionismus sind äußerst friedensfeindlich. Zu den "Araber- Hassern" zählt Zimmermann den derzeitigen Außenminister Avigdor Lieberman und seinen Anhang - zumeist Einwanderer aus der früheren Sowjetunion. Jeder Kompromiss mit Arabern gilt Liebermann als "Kriecherei". Er sagt: "Wenn wir zaudern, stottern, kriechen, werden sie uns an die Wand drücken." >>>
Moshe Zimmermann: "Die Angst vor dem Frieden"
- Arne Hoffmann - Durch eine Rezension in der Frankfurter Rundschau war ich auf das Buch Die Angst vor dem Frieden des israelischen Historikers Moshe Zimmermann (Leiter des Richard-Koebner-Zentrums für deutsche Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem) aufmerksam geworden – ein Buch, das sich als eine wirklich aufrüttelnde Analyse herausstellte. Während man aus unseren Medien nur bruchstückhafte und sehr zurückhaltende Informationen über bedenkliche Entwicklungen innerhalb Israels erhält, zeichnet Zimmermann auf 150 Seiten ein so deutliches und unverblümtes Bild der Zustände in diesem Land, dass man sich schon fast wundert, wie dieses Buch hierzulande überhaupt veröffentlicht werden konnte. >>>
Moshe Zuckermann
"Antisemit!"
Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument Promedia Verlag, Wien, 2010 ISBN 978-3-85371-318-1
Moshe Zuckermann, "Antisemit!"
- Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Der Titel des Buches des israelischen Historikers Moshe Zuckermann hätte nicht treffender formuliert werden können. Der Vorwurf des „Antisemitismus“ ist der politisch gewinnträchtigste gegenüber den Kritikern israelischer Besatzungs- und Unterdrückungspolitik gegen das palästinensische Volk in ihrem Heimatland. Mit diesem hanebüchenen Vorwurf werden nicht die Neonazis, sondern führende Persönlichkeiten sowohl jüdischer als auch nicht-jüdischer Provenienz überzogen. An vorderster Front dieser Verleumdungskampagne agiert die derzeitige rechtsnationalistische israelische Regierung samt ihrer Israelfans in den USA und weiten Teilen Westeuropas. Wie sagte doch der israelische Regierungschef Benyamin Netanyahu, nachdem der UN-Menschrechtsrat den Goldstone-Bericht an den UN-Sicherheitsrat weitergeleitete hat: „Wir brechen jetzt auf, um jene zu delegitimieren, die versuchen, uns zu delegitimieren.“ >>>
Rezension 1
| Rezension 2
Vorabdruck
Vittorio Arrigoni, Gaza – Mensch bleiben (Restiamo umani) - Dr. Ludwig Watzal - Posthum liest sich das Buch „Gaza – Mensch bleiben“ von Vittorio Arrigoni über das israelische Massaker an der palästinensischen Zivilbevölkerung des Gaza-Streifens um die Jahreswende 2008/2009 wie ein Vermächtnis. Arrigoni war Mitglied der Internationalen Solidaritätsbewegung (ISM), harrte während des Massakers mit den eingesperrten Palästinensern aus und berichtet über die israelischen Gräueltaten für italienische Medien. Aus diesen Berichten entstand sein Buch „Restiamo umani“. Vittorio Arrigoni wurde am 14. April 2011 von der islamistischen Gruppe Tawhid wal-Jihad entführt >>>
Hakam Abdel-Hadi
Der hungrige Suleiman
Vom Lachen und Weinen in Palästina
Ein Panorama palästinensischer Geschichte des 20. Jahrhunderts wird in einer Familiengeschichte entfaltet.
„Was ist eigentlich wichtiger für ihn“, fragt sich Hassan, Suleimans zweitältester Sohn, während er seinen Vater in Palästina besucht, „das Essen, seine Gelüste oder die von ihm so geliebte Familie?“ Mit dieser Frage bringt Hassan die Widersprüche dieses im wahrsten Wortsinne gewaltigen Mannes auf den Punkt. Hakam Abdel-Hadi, geboren 1939, hat seine Kindheit und Jugend in Jenin (Nordpalästina) verbracht, und es sind eben diese Gegensätze und Extreme in Der hungrige Suleiman , die den Reiz seiner Erzählung ausmachen. Die direkte, unverstellte Sprache des Autors berührt und läßt den Leser / die Leserin nicht selten schmunzeln, auch wenn ihm / ihr dabei angesichts der Tragik der erzählten Ereignisse bisweilen das Lachen im Halse stecken bleibt.
AphorismA Verlag Berlin 2010 - 15,00 EUR - 180 Seiten - ISBN 978-3-86575-023-5
Erich Fried
Höre Israel Seit dem Judenmord des Hitlerfaschismus hat in Westeuropa ein begreifliches kollektives Schuldgefühl oft dazu geführt, daß man sich jede Kritik an Juden und den Staat Israel verbietet, wobei man noch dazu Juden und Zionisten oft kurzerhand gleichsetzt. Parteinahme für die Zionisten und Kritiklosigkeit gegenüber Israel gelten vielen fast als deutsche Wiedergutmachungspflicht. Erich Fried - nach dem deutschen Einmarsch in Wien 1938 selbst als Jude verfolgt - empfindet außer Solidarität mit allen unschuldig Verfolgten und Benachteiligten auch etwas wie Mitverantwortlichkeit für das, was Juden in Israel den Palästinensern und anderen Arabern antun. •192 Seiten - Broschur - •ISBN 978-3-9813189-9-9 18€
CD:
Auch als Hörbuch! gelesen von Jürgen Jung
- ISBN 978-3-942472-01-2 - 14,90€Zum Online-Shop Das Hörbuch zum Buch >>>
MELZER VERLAG >>>
Jimmy Carter
Palästina - Frieden nicht Apartheid
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