Unsere Palästina Solidarität
zeichnet sich auch dadurch aus, dass
Menschen unterschiedlicher Nationen,
Herkunft, Religion und auch in
Grenzen unterschiedlicher Meinung,
sich solidarisch für eine gerechte
Lösung des Nahostkonfliktes
einsetzen.
Die Grenzen der Zusammenarbeit sind
für mich nur dann erreicht, wenn man
glaubt sich auf kosten anderer
profilieren zu müssen, wenn man mit
verdienstvollen Mitstreitern
unsolidarisch umgeht, sie – um seine
eigene Position zu verbessern –
öffentlich beleidigt oder
verleumdet.
Anfang des Jahres kam mein
erster öffentlicher Widerspruch, als
langjährige Aktivisten, die
teilweise ihre Existenz aufs Spiel
setzen, öffentlich diffamiert
wurden.
Vertreter einer auch möglichen
Zweistaatenlösung wurden als
Dogmatiker bezeichnet. Sie wurden zu
angeblichen "Experten" degradiert .
Evelyn
Hecht-Galinski schrieb:
„Vergessen
wir die „Experten“ von gestern und
lernen wir von den Betroffenen von
heute kennen.“
Bei allem Respekt vor ihren
Fleißarbeiten. Was qualifiziert
Evelyn Hecht-Galinski?
Hat sie ihr Wissen vor Ort
gesammelt? Entspricht ihr Wissen
den tieferen Kenntnissen über die
reale Verhandlungsführung?
Entspringt es der praktischen Arbeit
in pal. Organisationen, den dadurch
gesammelten Erfahrungen? Wo hat sie
als Insiderin Quellenkenntnisse, die
nicht durch andere vermittelt
wurden? Wo und wie kann man ihre
forschende wissenschaftliche Hintergrundarbeit, ihr
vor Ort sein wahrnehmen? Mit
welchem Recht glaubt sie über
jahrzehntelang anerkannte Experten
urteilen, sie respektlos und
unzutreffend verurteilen zu können?
Sie sammelt geschickt, tagtäglich, in sicherer
Umgebung, von anderen vorgedacht,
vorsortiert, aus den täglichen
Meldungen und Texten anderer ihre
Meinung zusammen. In der
Wissenschaft würde man sagen, sie
arbeitet mit Sekundärquellen und
reiht - ohne die Quellen anzugeben -
angelesenes aneinander.
Egal, was wer ist.
Entspricht es einem solidarischen
Verhalten wenn man um seine Meinung
in den Vordergrund zu stellen andere
niedermacht, sich auf sie stellt und diffamiert? Ist das
der neue Umgang untereinander?
Am peinlichsten und unverschämtesten
fand ich es, wie sie schon vor einem
Jahr Felicia Langer, die ihr
Leben nicht der Vermehrung, dem
Erwerb ihres Vermögens widmete, die
keine Rücklagen ansammeln konnte
unsachlich Angriff. Ihr
wurde vorgeworfen, was jedem
Referenten einer Veranstaltung
zusteht, er in Anspruch nimmt, das er ein Honorar bekommt.
Dass sie damit die Existenz ihrer
Familie sichern muss und nicht aus
einem Millionentopf schöpfend die Gunst erkaufen kann,
wurde von „der Tochter“ ignoriert
bzw. Frau Langer zum Vorwurf
gemacht.
Ich kenne keinen, der mit seiner
Solidarität für Palästina „Geld
gemacht hat“. Auch ein Abraham
Melzer hat sein Geld, seine Kraft
eher investiert, hat sich von Henryk
M. Broder und Co. mit Gülle
überschütten lassen. Wenigstens
Respekt haben diese Menschen
verdient, keine öffentlichen
Diffamierungen. Sich egoistisch,
egozentrisch zu profilieren indem
man andere zu Boden tritt ist
zutiefst unsolidarisch, schadet der
Arbeit für Palästina und zeigt ein
falsches, auf Eigennutz bedachtes
Engagement.
Etwas anderes. Natürlich muss man
– wo es notwendig ist – auch die
Vertreter der Palästinenser
kritisieren. Korruption, die
Veruntreuung von Geldern, die
Notleidende dringend brauchen, ist
verwerflich.
Nur darf ich den Palästinensern
nicht die Führung nehmen, sie so
dämonisieren, dass die Palästinenser
total Handlungsunfähig sind.
Wir betreiben ja keine
Sandkastenspiele, und man stellt
dann einfach neue Püppchen auf. In
der Realpolitik muss man mit den
Menschen arbeiten die vor Ort sind.
Kritik ist
etwas anderes als Dämonisierung.
Evelyn Hecht-Galinski bezeichnet
hier in einem Artikel Vertreter der
pal. Führung als:
"Vichy-Regierung, ohne Mandat und
abhängig von Israels und USA-Gnaden"
"Kollaborateuren-Clique"
"Farce-Staates"?
„Ramallah-Clique“
"Vichy- Ramallah"
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16900
Sind wir
die, die den scheinbar dummen
Palästinenser sagen müssen, wo es
lang geht? Hat sich Frau
Hecht-Galinski einmal in der
Geschichte kundig gemacht, wie
belastet diese Terminologie ist? Die
Israelis werden sich sicher bei
Evelyn Hecht-Galinski für ihre
Mithilfe, den Palästinensern die
Führung zu nehmen, bedanken.
Wer nur ein klein wenig Realpolitik
miterlebt, mitgestaltet hat, der
weiß, um Lösungen zu erzielen, muss
man oft „Kröten schlucken“, Umwege
gehen, Kompromisse akzeptieren. Man
muss mit den Realitäten vor Ort
arbeiten und das Beste daraus
machen.
Korruption gibt es sicherlich bei
der Fatah, sicherlich auch und
zunehmend bei der Hamas. Wer aber
soll, wenn wir diese ausschließen,
die Interessen der Palästinenser
vertreten? Frau Evelyn
Hecht-Galinski und ihre Fans
vielleicht?
Auch:
Versöhnen, nicht spalten 1 >>>
Auch:
"Stuttgarter Spätlese - "Fakten zu G.
Atzmon, W. Langthaler + R. Cabelmann >>>
Chronologie
Ich hatte von Beginn an die
Stuttgarter Konferenz unterstützt,
habe unparteiisch und werbend die
vielen guten Reden als Videos
veröffentlich. Ich gebe gerne
unterschiedlichen Positionen Platz
auf meinen Seiten.
Dezember 2011/10.12.2010 - Die
Schlusserklärung der Konferenz,
besonders den Vorentwurf, (der aber
anfänglich als Endfassung verteilt
wurde), sah ich getrennt von der
begrüßenswerten Konferenz. Er war
mehr als kritisierenswert.
Ich kritisierte intern,
ohne an die Öffentlichkeit zu gehen.
Die Endfassung der St. E. wurde am
10.12.2010 veröffentlicht.
Im Entwurf, der anfänglich nicht als
Entwurf erkennbar war und so auch
veröffentlicht wurde, tauchten
Formulierungen auf, die nicht nur
polarisierend sondern spaltend
wirkten. Sie disqualifizieren unfair
und unqualifiziert andere
Lösungsmöglichkeiten und deren
Vertreter.
Weil sie nicht einseitig und
ausschließlich eine Ein-Staat-Lösung
vertreten wollten, wurden
Andersdenkende: „Experten“ in
Anführungszeichen wurden Dogmatiker
genannt.
Meine Toleranz ist aber am Ende,
wenn – noch dazu verdienstvolle –
Mitglieder der Solidarität in
herabsetzender Art angegriffen
werden. Das hatte, habe ich bisher
auch noch nicht innerhalb der
Solidarität erlebt.
Dies geschah im Entwurf der
Abschlusserklärung und später durch
mehrfache Veröffentlichungen von
Evelyn Hecht-Galinski. Dagegen
richtete sich mein Widerspruch und
der Widerspruch anderer.
Als diese Entwicklung sich
andeutete, habe ich noch – ohne zu
werten - einzig und allein an diesem
Punkt – intern - Einspruch erhoben.
Ich sagte, dass ich Texte, in denen
Mitglieder des Netzwerks, nur weil
sie andere Meinungen vertreten,
delegitimiert werden, nicht
veröffentlichen werde, ich deswegen
die Abschlusserklärung auch so nicht
veröffentlichen kann.
Das sah ich auch alles als
Diskussion unter Freunden. Die
Verfasser des Textes hatten
anschließend die strittigen
Formulierungen entfernt.
Ich schrieb Frau Evelyn
Hecht-Galinski, die die
Nichtveröffentlichung der
Stuttgarter Erklärung bei mir
anmahnte, dass die Angelegenheit
längst geklärt sei, und ich deswegen
natürlich den Text, die Endfassung,
veröffentlicht hätte.
Auf Umwegen erfuhr ich anschließend
zu meiner Verwunderung - ohne dass
ich vorher davon Kenntnis bekam -
dass Frau Evelyn Hecht-Galinski nun
an einem scheinbar größeren Kreis
Emails verteilt, in denen sie
verbreitete:
„Ab sofort schreibe ich nicht mehr
für das Palästina Portal.“ Um
Details zu erfahren, möge man sie
anrufen.
Ich darf das wohl als
Spaltungsbemühung werten? Letztlich
war es aber ihre Entscheidung und
ich habe sie ohne Bedauern
akzeptiert.
5.1.2011
-
In einem Artikel in der NRHZ
schreibt Evelyn Hecht-Galinski nun
wiederum öffentich und unnötig
spaltend:
„Vergessen wir die „Experten“ von
gestern und lernen wir von den
Betroffenen von heute kennen.
Vergessen wir die Utopisten, halten
wir uns an die Visionäre“
Da wurde mir bewusst, wer vermutlich
diese Herabsetzung „Experten“ in den
Entwurf der Abschlusserklärung
gesetzt hat, und nun glaubte
unbedingt diesen spalterischen
Kommentar in der NRHZ
veröffentlichen zu müssen.
8.1.2011 -
Erst nachdem erneut:
1. öffentlich, sinnlos und unnötig
der Versuch gemacht wurde die
Diskussion nur auf die
Einstaatenlösung zu verkürzen,
2. die „angeblichen, gestrigen
Experten“ ins öffentliche Unrecht
gestellt wurden,
habe ich, haben andere, nachdem
grundlos öffentlich agiert wurde,
ebenfalls öffentlich reagiert.
Ich schrieb einen
Kommentar:
Versöhnen und nicht spalten. - Sind
Spaltungen der Solidaritätsbewegung
erwünscht, notwendig oder sogar
gewollt? >>>
Später um meine Positionen
deutlicher zu machen auch den
Kommentar:
"Stuttgarter
Spätlese" >>>
Ich dachte, das, damit die Fronten
geklärt seien und man aufhören
würde, öffentlich verdiente
Palästina-Aktivisten zu diffamieren.
Es kamen aber vom Hofstaat Evelyn
Hecht-Galinskis verleumderische,
falsche Beschuldigungen und
Diffamierungen, schlimmer hätte ein
Henryk M. Broder nicht agieren
können. Darauf reagierte ich aber
nicht öffentlich, antwortete nur im
KoPI-Verteiler.
Am 7.9.2011 ging Evelyn
Hecht-Galinski (in der NRHZ) wieder
in die Öffentlichkeit und schrieb
unter anderem:
„Interessanterweise
klammern sich auch viele "Alt-linke-jüdisch-israelische
um Hoffnung kämpfende" Aktivisten,
die sich für die Palästinenser
einsetzen und ihr Geld damit
verdienen, an die
Zwei-Staaten-Lösung als ewiges
Mantra“.
Zu einem ist es sachlich falsch.
Alle Kritiker der Stuttgarter
Erklärung, die mir bekannt sind,
„klammern“ sich nicht an die
Zwei-Staaten-Lösung. Im Gegensatz zu
Evelyn Hecht-Galinski ist nur für
alle eine gerechte Lösung, gleich
welche von Bedeutung.
Zum anderen enthielt dieser Satz
eine direkte Anspielung, einen
unnötigen Angriff auf die Autorin
Felicia Langer – Eines ihrer
Buchtitel heißt: „Um Hoffnung
kämpfen“.
Am peinlichsten und unverschämtesten
fand ich die Anspielung „und ihr
Geld damit verdienen“.
Felicia Langer, die ihr Leben nicht
der Vermehrung, dem Erwerb ihres
Vermögens widmete, die vermutlich
keine Rücklagen ansammeln konnte,
wurde hier in einer sehr
schmuddeligen Form angegriffen. Ihr
wurde vorgeworfen, was jeder
Referenten (auch Evelyn
Hecht-Galinski) für sich in
Anspruch nimmt, dass er ein Honorar
bekommt.
Ich kenne übrigens keinen, der mit
seiner Solidarität für Palästina
„Geld gemacht hat“. Auch ein Abraham
Melzer hat sein Geld, seine Kraft
eher investiert, sein Geld in seinen
Verlag gesteckt, hat sich von Henryk
M. Broder und Co. mit Gülle
überschütten lassen.
Ich habe im Laufe der letzen 10
Jahre meine ganzen Rücklagen in
meine Arbeit gesteckt, lasse mich
tagtäglich von den falschen Freunden
Israels diffamieren und beleidigen.
Da brauche ich z.B. keinen Günter
Schenk der in Brodersche Art (den
Begriff habe ich übrigens Anfang des
Jahres geprägt) die Wahrheiten
verdreht und aus Opfer noch Täter
machen will.
Dass Evelyn Hecht-Galinski
finanziell unabhängig ist, freut
mich und ich neide ihr das nicht.
Nur über Menschen, die ihr Leben,
ihre Existenz, ihre Rücklagen in das
Engagement für Palästina gesteckt
haben zu unterstellen:
„die
sich für die Palästinenser einsetzen
und ihr Geld damit verdienen,“
ist mehr als unverschämt. Es gibt auch
keinen Grund dafür so etwas
öffentlich zu verbreiten.
Zu sagen:
„Interessanterweise
klammern sich auch viele "Alt-linke-jüdisch-israelische
um Hoffnung kämpfende" Aktivisten,
die sich für die Palästinenser
einsetzen und ihr Geld damit
verdienen, an die
Zwei-Staaten-Lösung als ewiges
Mantra“
ist eine bösartige Unterstellung und
unnötige Diffamierung gegen die sich
wohl auch ein Abraham Melzer
verteidigend und wehren darf, oder?
Ich nehme mir auch die Freiheit,
gleich wer es, wann und wo es sei,
diejenigen, die so spalterisch
auftreten, Spalter zu nennen. Im
Übrigen ist die Aussage auch falsch.
Nicht wenige Aktivisten gibt es
übrigens, – ich erinnere an Dr.
Watzal – dem fast die berufliche
Existenz genommen wurde, und die
unter den Gülle-Attacken der
Israellobby immer noch zu leiden
haben. Diese verdienten Aktivisten
mit solch herablassenden Bemerkungen
anzugreifen, kann ich nicht
hinnehmen.
Erst am 17.9.2011 – zehn Tage nach
Erscheinen des Artikels von Evelyn
Hecht-Galinski, der auch andere
Fragwürdigkeiten enthielt, reagierte
– nicht agierte – Abraham Melzer,
reagierte ich.
In Abraham Melzers Artikel ist
deutlich die Entrüstung, die Wut
über diesen Angriff auf die
Solidarität, insbesondere der
sinnlose Angriff auf Felicia Langer
zu erkennen und er findet sehr
deutliche Worte:
Kommentar September 2 - Hinter den
blauen Bergen >>>
In einer Ergänzung – „Eine
unsolidarische Solidarität geht das“
versuchte ich den Bezug zum Artikel
in der NRHZ herzustellen >>>
Da ich denke, dass auch eine Evelyn
Hecht-Galinski, ein Günter Schenk
und andere keine Freikarte zum
Diffamieren der Palästinasolidarität
haben, erhebe ich Einspruch.
Ich denke es ist unser gutes Recht,
sollte die „Pflicht“ aller sein,
Teilnehmer der Palästinasolidarität
gegen unberechtigte Angriffe und
außen, in diesem Fall leider auch
von innen, zu schützen. Würde es
andere Personen betreffen, würde ich
ebenso handeln. In Richtung der
Israellobby handele ich fast
tagtäglich so.
Wenigstens Respekt haben diese
Experten verdient, die teilweise
über Jahrzehnte, auch mit ihrer
Forschung sich für Palästina
engagierten, die unsere Wegbereiter,
unser Fundament sind. Diese Menschen
verdienen, keine öffentlichen
Diffamierungen und Herabsetzungen.
Es ist eine völlig sinnlose Aktion
von Frau Evelyn Hecht-Galinski.
Sie dient eventuell dazu, sich
egoistisch, egozentrisch zu
profilieren. Es gibt Menschen, die
glauben, indem man andere zu Boden
tritt, auf sie steigt, erhöht man
sich. Das ist aber zutiefst
unsolidarisch, schadet der Arbeit
für Palästina und zeigt ein
falsches, eigentlich nur auf
Eigennutz bedachtes Engagement, es
macht unglaubwürdig. Man kann nicht
unsolidarisch solidarisch sein.
Anhang:
Zur Dogmatischen Festlegung auf die
Einstaatenlösung.
Natürlich kann es reine Vertreter
der Einstaatenlösung geben, ich
erhoffte mir anfänglich auch neue
Denkansätze. Bis heute, einem Jahr
danach ist es aber bei einem leeren
Begriff geblieben, der nicht mit
vorher unbekannten Inhalten gefüllt
wurde. Stattdessen schreitet die
israelische Einstaatenlösung, die
der Siedler und Extremisten voran.
In der Abschlusserklärung wurden
weitere, unnötige, sinnlose und
spalterische Formulierungen
eingefügt.
Folgende Beispiele aus der
kritisierenswerten Stuttgarter
Schlusserklärung sind für mich
einseitig, umgekehrt dogmatisch und
kritisierenswert:
„dass das dogmatische Festhalten
an der Zwei-Staaten-Lösung die
tatsächlichen Realitäten ignoriert“
„Dies propagiert
fälschlicherweise die
Möglichkeit einen Frieden zu
erreichen“
„Das Festhalten an der
Zwei-Staaten-Lösung verurteilt die
PalästinenserInnen mit
israelischer Staatsangehörigkeit
dazu, als Bürger zweiter Klasse in
ihrem angestammten Land zu leben“
„Die Zwei-Staaten-Lösung kann zu
nichts anderem führen als der
Vertiefung und Zementierung der
Ungleichheit.“
Weitere Belege für ein
unsolidarisches Verhalten Palästina
gegenüber.
Kritik ist etwas anderes als
Dämonisierung.
Da, wo es notwenig und hilfreich
ist, sollten wir sicherlich auch die
palästinensische Führung
kritisieren. Auch hier ist es die
Frage, ob man das öffentlich macht
oder ob man andere Wegegeht. Ich
halte es ganz und gar nicht für
hilfreich, wenn man in Tagen wie
jetzt, wo Palästina um die
Anerkennung als Staat ringt, die
palästinensische Führung schwächt.
Davon abgesehen, einschließlich der
israelischen Regierung sind alle
Führungen zu kritisieren, Korruption
und anderes findet man inzwischen
auch bei der Hamas. Da mag man
anderer Meinung sein, das berechtigt
aber nicht dazu, Andersdenkende zu
diffamieren, zu beleidigen, ihnen
Schaden zuzufügen.
Evelyn Hecht-Galinski bezeichnet
hier in ihrem Artikel Vertreter der
pal. Führung als:
"Vichy-Regierung, ohne Mandat und
abhängig von Israels und USA-Gnaden"
"Kollaborateuren-Clique"
"Farce-Staates"?
„Ramallah-Clique“
"Vichy-Ramallah"
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16900
Sind wir die, die den scheinbar
dummen Palästinenser sagen müssen,
wo es lang geht? Hat sich Frau
Hecht-Galinski einmal in der
Geschichte kundig gemacht, wie
belastet diese Terminologie ist? Die
Israelis werden sich sicher bei
Evelyn Hecht-Galinski für ihre
Mithilfe, den Palästinensern die
Führung zu nehmen, bedanken. Soll
sie denken, wie sie will, aber auch
hier müssen Andersdenkende nicht
diffamiert werden. Es ist nicht
rechtschaffen dann aus den
Angegriffenen auch noch Täter zu
machen.
Zu Personen im Umkreis der
Stuttgarter Erklärung hatte ich auf
einer anderen Seite Stellung
genommen >>>
Auch: Warum ich die Stuttgarter Erklärung
nicht unterschreibe.
>>>