Archiv - Aktuelle
Link- und Denktipps
-
-
Seite 140
10.2.2012
Hiermit
möchten wir Sie bitten, sich für
die Bewohner des in der Westbank,
in 'Zone C', gelegenen Dorfes Al-Aqaba
einzusetzen, in dem die israelische
Ziviladministration droht, die Hälfte
(!) aller Gebäude abzureißen.
-Institut für Palästinakunde - Vor
der israelischen Eroberung der Westbank
im Jahr 1967, zählte das im Norden
der Westbank liegende Al-Aqaba über
1000 Einwohner. Nach der Eroberung
wurde das Gebiet zu einer 'closed
military zone' erklärt und in seiner
unmittelbaren Nachbarschaft zwei
militärische Übungsplätze angelegt.
Seitdem wurden dreizehn Bewohner
Aqabas durch israelische Kugeln
oder Landminen getötet und rund
50 verletzt, so der Bürgermeister
der Gemeinde Sami Sadiq, der 1971
als 16-Jähriger von drei Kugeln
in den Rücken getroffen wurde und
seitdem an den Rollstuhl gefesselt
ist.
Mit diesen Methoden
konnte Israel bereits über zwei
Drittel der Einwohner dazu nötigen,
das Dorf zu verlassen, das heute
nur noch 300 Einwohner zählt. Die
akute Abrissdrohung gegen die Hälfte
der Gebäude des Dorfes ist das Ergebnis
eines weiteren israelischen Instruments
zur Vertreibung von Palästinensern:
dem Bau- und Planungsrecht. Um die
Palästinenser dazu zu zwingen, ihre
Heimat zu verlassen und Platz für
jüdische Siedler zu schaffen, erteilen
israelische Behörden Palästinensern
praktisch keine Baugenehmigungen,
auch nicht auf dem eigenen Grund
und Boden.
Dieses Mittel wird von Israel nicht
etwa nur flächendeckend in der besetzten
Westbank eingesetzt, sondern auch
im von Israel annektierten Ost-Jerusalem
und dem sogenannten 'Kern-Israel'
- zur Zeit ganz besonders im Negev.
In Aqaba führt diese Politik dazu,
dass die Hälfte der 45 Gebäude des
Ortes - darunter ein Kindergarten
und eine Moschee - als 'illegal'
gelten und nunmehr abgerissen werden
sollen.
Bild: Home demolished in al-Aqaba
village (PCHR photo)
Ihr Protest -
Bitte
helfen Sie, die Zerstörung Al-Aqabas
zu verhindern, indem Sie dazu beitragen,
diese unglaublichen Verhältnisse
in das Licht der Öffentlichkeit
zu zerren. Dazu wenden Sie sich
bitte per Email, Fax oder Brief
an die Verantwortlichen in Israel,
an die israelische Botschaft, an
das Auswärtige Amt sowie an die
Mitglieder des Menschenrechtsausschusses
des Deutschen Bundestages.
Geeignete Textentwürfe in deutscher
und in englischer Sprache
finden Sie im Anhang.
Ihre Briefe senden Sie bitte an
die im folgenden angegebenen
Email-Adressen.
Mehr >>>
9.2.2012
Die Kraft der Liebe gegen den
Hass setzen - Der Holocaust-Überlebende
und Friedensaktivist Reuven Moskovitz
war auf seiner Vortragsreise auch
in Ehrenkirchen zu Gast.
- "Ich bin kein typischer Zeitzeuge
des Holocaust", beginnt der 83-Jährige
israelische Friedensaktivist seinen
Vortrag in Ehrenkirchen. "Ich klebe
nicht an der Vergangenheit, ich
blicke in die Zukunft." Aber die
sehe düster aus. Denn die jetzige
Regierung in Israel wolle keinen
Frieden, so seine Überzeugung. Deshalb
müsse "Deutschland damit aufhören,
sich blind mit Israel zu solidarisieren."
Dabei liebt er sein Land, das Existenzrecht
Israels ist unverhandelbar. "Israels
Entstehung ist ein Wunder", sagt
er. Aber die heutige israelische
Politik gegenüber den Palästinensern
hält er für grundlegend falsch,
denn "unsere Machthaber sind maßlos
geworden". Die aktuelle israelische
Regierung sei eine "Koalition aus
Nationalisten, Ultraklerikalen,
Rassisten und dem Faschisten Liebermann
(Außenminister)". Israel sei ein
Apartheidsstaat, in dem ultraorthodoxe
Klerikale den "Weg zurück ins Mittelalter"
anstreben. >>>
Khader Adnan, political prisoner
held without charges, is near death
after 53 days of hunger strike
- Allison Deger
- Khader Adnan is on the 53rd day
of hunger strike. Passing his 42nd
day, the Palestinian political prisoner
entered the fatal high-risk stage
of starvation, where he is risking
cardiac arrest and the inevitable
shutting-down of major organs. The
Palestine News Network reports what
awaits Adnan >>>
TAKE URGENT ACTION- DAY 53 OF
KHADER ADNAN’S HUNGER STRIKE
- On the 17th of December 2011 (53
days ago), Khader Adnan began his
hunger strike in protest of his
ill-treatment in Israeli detention
and his arbitrary detention without
charge or trial (known as Administrative
Detention). He is in danger of dying
at any moment. His wife, Randa,
who saw him for the first time since
his detention today described his
condition as rapidly deteriorating
and that he has lost a third of
his weight and his hair. >>>
Khader Adnan Mousa: 53rd day
on a hunger strike
- Physicians for
Human Rights - He also reported
feeling fading away, that he suffers
from chest pains, and feels he had
days, maybe hours, to live. >>>
Palästina durch die Brille des
Gesandten
- Institut für
Palästinakunde -
Ausschnitte aus einer Veranstaltung ,
mit S. Abdel Shafi, dem Vertreter
der palästinensischen Generaldelegation
in Berlin.
Die Strategie
[05:52 - 06:25] - Ich will
hier kurz die neue palästinensische,
politische Strategie erläutern.
Die drei Säulen momentan: Die
erste Säule ist das Völkerrecht
und in diesem Zusammenhang kommt
unser Antrag bei der UNO ...
Die zweite Säule ist der Massenwiderstand.
Und die dritte Säule ist die
Weiterverfeinerung und Bildung
von staatlichen Institutionen.
Bitte lesen Sie
hier weiter.
8.2.2012
25
Jan. '12: State won’t prosecute
officer responsible for shooting
of Firas Qasqas -
Firas Qasqas, an unarmed Palestinian
civilian, was killed on 2 February
2007 by soldiers' gunfire, in Ramallah
District. On 18 August 2011, in
response to a petition filed by
B'Tselem, the State Attorney's Office
informed the High Court of Justice
that the officer responsible for
the shooting would be prosecuted,
pending a hearing. In mid-January
2012, the State informed the Court
that, following the hearing given
the officer, no indictment would
be filed against him. In a letter
attached to the State’s announcement,
Att. Rakefet Segal-Mohar from the
Central District Attorney’s Office
wrote that, although the shooting
did not conform to the open-fire
regulations, “it was a unique operational
situation, in which the soldiers
… felt that they were in real danger.”
The Office concluded that, “even
if the order to shoot was mistaken,
it does not amount to negligence.”
B'Tselem intends to appeal the decision.
>>>
Heinrich
Böll als Gastgeber für eine Kriegsverbrecherin?
- Kritische Juden und Israelis -
Die Heinrich Böll Stiftung organisiert
eine Tagung zum Thema „Fremde Freunde?
- Die israelische und deutsche Sicht
auf Staat, Nation, Gewalt. Ein Vergleich.“
Es soll die Diskrepanz zwischen
der kritischen deutschen Publikumsmeinung
zu Israels Politik und der Unterstützung
der deutschen politischen Klasse
für diese Politik untersucht werden.
Trotz des problematischen Einführungstexts,
der auf befremdliche Weise von israelischer
und deutscher „Mentalität“ spricht
und Bevölkerungsgruppen wie Palästinenser,
Misrachim und Frauen weitgehend
übergeht, könnte man den Organisatoren
noch glauben, sie hätten Interesse
an einer offenen Fragestellung und
Diskussion. Die Tatsache, das sich
unter den Eingeladenen Tzipi Livni
befindet, die ihre Verantwortung
für Kriegsverbrechen nicht einmal
leugnet, lässt aber andere Intentionen
der Mitarbeiter der Heinrich Böll
Stiftung erkennen. Die Einladung
von Livni bedeutet die Rehabilitation
einer Kriegsverbrecherin. Die Organisatoren
gehen von der Annahme einer in der
Vergangenheit angeblich ähnlichen
politischen Kultur beider Länder
und einer zwischenzeitlichen Entfremdung
bezüglich dieser Kultur als Erklärung
für die eingangs beschriebene Diskrepanz
aus. Sie sehen eine Änderung in
der israelischen Politik, die ihrer
Ansicht nach „als Abkehr von der
demokratischen politischen Kultur
Israels gewertet werden“ sollte.
Es ist unklar, worauf diese Bewertung
basiert: In Israel gelten seit seiner
Gründung nach wie vor Regelungen
des Ausnahmezustands, die die Pressefreiheit
einschränken. Es gab niemals eine
Trennung zwischen Staat und Religion,
weshalb eine interkonfessionelle
Eheschließung unmöglich ist. Die
Siedlungspolitik des Staates änderte
sich in den letzten gut vierzig
Jahren nicht. Es gibt eine gesetzlich
verankerte Diskriminierung nach
Ethnie. Um nur ein paar undemokratische
Fakten zu nennen, die in der Bundesrepublik
nach dem Krieg nicht mehr zur politischen
Kultur gehörten.
Es
gibt aber in der Tat auch Ähnlichkeiten
zwischen der politischen Kultur
beider Länder. Eine der traurigen
Gemeinsamkeiten ist die Art, in
der man in beiden mit Kriegsverbrechern
umgeht.
Das
spiegelt sich in der Einladung der
ehemaligen Außenministerin Tzipi
Livni wider, die laut verschiedener
renommierter Menschenrechtsorganisationen
als Kriegsverbrecherin anzusehen
ist.
Tzipi Livni, wie auch andere israelische
Armeeoffiziere undStaatsfunktionäre,
sagte einen Besuch in London ab,
da sie dieVerfolgung durch das britische
Rechtssystem umgehen musste.
Als Reaktion auf den Haftbefehl,
der in Großbritannien gegen sie
ausgestellt wurde, sagte sie, sie
sei stolz auf ihre Entscheidungen
im Zusammenhang mit dem Angriff
auf den Gazastreifen im Winter 2008-9.
Die Heinrich Böll Stiftung bietet
aber Tzipi Livni, die unter anderem
für den Einsatz völkerrechtswidriger
weißer Phosphorbomben mitverantwortlich
ist, eine Bühne, als ob sie nicht
als eine persona non grata gesehen
werden muss, mindestens so lange
sie stolz darauf ist und eine Klärung
ihrer Verbrechen verhindert.
Wir,
Israelis, die in Deutschland und
Israel leben und als Menschenrechtsaktivisten
zunehmenden Schikanen der israelischen
Regierung ausgesetzt sind, rufen
die Heinrich Böll Stiftung auf,
Tzipi Livni auszuladen und damit
ein Zeichen für andere Normen in
Deutschland und in Israel zu setzen.
Words matter: A new language
for peace -
John V. Whitbeck
- Israel's propaganda machine
carefully chooses its words to assert
illegal ownership over Jerusalem
and Palestine. - The words which
people use, often unconsciously,
can have a critical impact upon
the thoughts and attitudes of those
who speak and write, as well as
those who listen and read. Dangerously
misleading terminology remains a
major obstacle to Israeli-Palestinian
peace. It is normal practice for
parties to a dispute to use terminology
which favours them. In this regard,
Israel has been spectacularly successful
in imposing its terminology not
simply on Israeli consciousness
and American usage but even on many
Arab parties and commentators. It
has done so not simply in obvious
ways like use of the terms "terrorism",
"security", "Eretz Israel" or "Judea
and Samaria" but also in more subtle
ways which have had and continue
to have a profound negative impact
on perceptions of legal realities
and other matters of substance.
The current initiative by Palestine
to upgrade its status at the United
Nations from "observer entity" to
member state or, temporarily failing
that, "observer state" is commonly
referred to, by both supporters
and opponents of this initiative,
as an effort to "achieve statehood"
or "recognition of statehood" through
the United Nations. It is nothing
of the sort. The State of Palestine
already exists in accordance with
the relevant principles of international
law. >>>
7.2.2012
Military
Trial of 17-year
old Amal Hamamdeh
from Mufakarah.
Charge: Spilling
Water on Soldier
- As reported
here, during
home demolitions
in the cave-dweller
village of Mufakarah,
two young women
who resisted
nonviolently
were arrested
and charged
with “assaulting
soldiers” under
the Israeli
Occupation’s
draconian martial
law. The older
of the two,
Sausan Hamamdeh,
reached a plea
bargain in December
resulting in
a fine. When
reporting on
that development,
we were fairly
confident that
her 17-year-old
cousin Amal
Hamamdeh would
see her charges
dropped. After
all, she just
tried to hand
Sausan a water
bottle to wash
her pepper-sprayed
eyes, and when
soldiers interfered
some water were
spilled on them.
We were wrong.
The first court
session in Amal’s
trial took place
Sunday, Jabuary
15th 2012, at
the military
court and prison
base of Ofer,
in the West
Bank north of
Jerusalem. Charges
pressed by the
military prosecution
against Amal
include throwing
water and spitting
at a soldier,
and swearing
at the security
forces. >>>
Bild - Sausan
Hamamdeh
Two Palestinians
girls arrested during
home demolitions
in Umm Fagarah,
South Hebron Hills
Liebermanns Rundbrief - Ein Katalog voller Geschichtsklitterungen - Norman Paech - pdf - Der 26. Januar ist verstrichen, ohne dass Israel – wie verabredet – dem Nah-Ost-Quartett aus USA, Großbritannien, Frankreich und der Bundesrepublik seine Vorstellungen für die Wiederaufnahme der Gespräche überreicht hätte. Präsident Abbas hatte dies für die PLO Anfang des neuen Jahres getan und steht jetzt wieder vor den alten Ruinen, die immer noch den zerschlissenen Titel „Friedensprozess“tragen. Ein weiteres halbes Jahr der Täuschung, Irreführung und des Verrats, welches nichts anderes als mehr Siedler mit ihren Bauten, Überfälle, Geiselnahmen, gezielte Tötungen und Drohungen mit einem neuen militärischen Überfall mit sich gebracht hat. Über diese erneute Sackgasse, in die das Quartett die Palästinenser getrieben hat, durften sich die vier Regierungen keine Illusionen machen, denn sie kannten die Position der Israelis: keine Verhandlungen mit Abbas, unter keinen Bedingungen... >>>
Friedlicher Widerstand in der
Westbank, Beit Ommar, Januar/Februar
2011
Weltweite
Solidaritätsaktionen fordern
Gerechtigkeit für Yousef Ikhlayl
-
Ende
Januar 2012 organisierte das
Bürgerkomitee Beit Ommar zusammen
mit dem Palestine Solidarity
Project [PSP] einen Tag der
internationalen Solidarität
für Yousef Ikhlayl. Aktivisten
in den USA, England, Frankreich
und Mexiko folgten dem Aufruf,
verteilten Plakate und Flugblätter
und informierten die Öffentlichkeit
über ein Opfer der israelischen
Besatzung, stellvertretend für
alle Opfer der Menschenrechtsverletzungen
in den besetzten palästinensischen
Gebieten. In Beit Ommar versammelten
sich zahlreiche Aktivisten am
31. Januar zu einer Demonstration
und forderten ein Ende der Straffreiheit
für gewalttätige Siedler. Bei
der Demonstration wurden vier
Menschen von israelischen Soldaten
mit Holzknüppeln geschlagen
und verletzt. Vor einem Jahr
wurde Yousef Ikhlayl aus Beit
Ommar von israelischen Siedlern
erschossen. Bis heute blockiert
Israel die Suche nach den Tätern
und die gerichtliche Verfolgung.1)
Am 28. Januar 2011 ging Fakhri
Ikhlayl zusammen mit seinem
Sohn Yousef um halb sieben zur
Feldarbeit auf das Land der
Familie in einem Tal nicht weit
von Beit Ommar. Auf den Hügeln
um das Westbankdorf wurden seit
den 70er Jahren fünf israelische
Siedlungskolonien erbaut. Beit
Ommar organisiert wöchentliche
Demonstrationen gegen die israelische
Besetzung und Siedlunspolitik
und gegen die fortgesetzten
Angriffe der Siedler auf die
örtliche palästinensische Bevölkerung.
Eine halbe Stunde später verliessen
zwei grosse Gruppen israelischer
Siedler die naheliegenden Kolonien
Bat Ayn und Kiryat Arba, um
eine Tour auf palästinensischem
Privatland zu unternehmen.
Für den siebzehnjährigen Yousef
und seinen Vater gab es keine
Vorwarnung, dass die bewaffneten
Mitglieder der Gruppe schiessen
würden. Fakhri berichtete, dass
der erste Schuss seinen
Sohn am Kopf traf. Die Siedler
feuerten weitere Runden scharfer
Munition in die Luf, um herbeieilende
Dorfbewohner fernzuhalten, während
sein Vater verzweifelt um Hilfe
rief. >>>
Demonstranten in Beit Ummat
pflanzen 700 Olivenbäume
- Am 4. Januar 2012 pflanzten
die Demonstranten in Beit Ommar
700 Olivenbaumsetzlinge auf
den Feldern in der Nähe der
Siedlung Karmei Tsur. Eine Gruppe
von palästinensischen und internationalen
Marathonläufern beteiligte sich
an der wöchentlichen Demonstration
gegen Israels Besatzung und
Siedlunspolitik. Sie nahmen
an einem fünftägigen Marathonlauf
von Hebron nach Jenin teil,
das von Fair -Trade Gruppen
und der amerikanischen Gruppe
„On the Ground“ geplant wurde.
Das Projekt soll Kleinbauern
und Fair- Traid- Praktiken in
der militärisch besetzten Westbank
unterstützen. Die israelische
Militärpolizei verhaftete drei
Marathonläufer auf dem Weg von
Hebron nach Beit Ommar; die
zwei Franzosen wurden am gleichen
Tag freigelassen, der palästinensische
Läufer wurde wegen der Organisation
einer illegalen Demonstration
angeklagt und muss im Juni vor
Gericht gehen. Die israelische
Besatzungsarmee versuchte die
Demonstranten zu blockieren
und mit Tränengas, Gewehrkolben
und Schockgranaten zurückzutreiben.
Die Demonstranten liessen sich
nicht provozieren und pflanzten
ihre 700 Setzlinge.
http://palestinesolidarityproject.org/2012/02/05/beit-ommar-demonstration-plants-hundreds-of-olive-trees/
Siedlerwanderungen und Erbschaftstouren
in der Westbank: Mit Maschinengewehr
und zionistischer Gesinnung
-
Touren durch die militärisch
besetzte Westbank, auch in den
Zonen unter palästinensischer
Kontrolle, finden Interessenten
in ganz
Israel, berichtete Ynet News
in Reaktion auf den Tod von
Yousef Ikhlayl und Uday Qadous
im Juni 2011.1) Die so-genannten
Exkursionen werden von den palästinensischen
Dorfbe wohnern
und Bauern als Provokationen
gesehen und haben zu zahlreichen
Verletzungen und einigen Todesfällen
auf der Seite der Palästinenser
geführt.
An vorderster Front dieses „Wantertrends“
steht die Organisation „ David
und Ahikam Tours“. Die Gruppe
wurde nach zwei Soldaten benannt,
die 2007 auf einer „Erbschaftstour“
in der Region getötet wurden
und vielen Teilnehmern ein Vorbild
sind. Auf der Webseite der Firma
werden Interessenten gewarnt,
dass die Tourorganisatoren
keine Verantwortung für die
Sicherheit der Kunden übernehmen
und nicht garantieren, dass
eine Genehmigung von der israelischen
Besatzungsbehörde vorliegt.
Zwischenfälle und Auseinandersetzungen
halten die Reisenden nicht ab,
im Gegenteil, sie sind mit der
Grund für die Teilnahme an den
Exkursionen.
Four suspects under investigation
for shooting during field trip
near Bat Ayin
Einige israelische Gruppen unternehmen
sogenannte Protestmärsche zu
Städten, aus denen sich Israel
nach der Unterzeichnung der
Osloverträge zurückzog. „Das
Ziel ist die Rückkehr in diese
Städte und darauffolgend zum
Rest von Judea und Samaria“
wird ein Tourteilnehmer zitiert.1)
Die Touren werden meist von
fünf oder sechs Soldaten oder
Reservisten geplant, die mit
der Region vertraut sind und
mit einer Waffe oder einem Gewehr
ihrer Einheit bewaffnet sind.
Weitere Reisewillige, meist
religiöse Israelis, kommen durch
Facebook zur Gruppe. Zusätzlich
begleiten Freiwillige mit Kameras
die Gruppe als Beobachter, um
Material zu sammeln, sollte
einer der Teilnehmer vor Gericht
landen. >>>
6 .2.2012
Ben White, Palestinians in Israel
- Ludwig Watzal - Segregation, Discrimination
and Democracy, Pluto Press, London 2012,
128 pp., 13 Pounds. - With the signing of
the Oslo Accords that led to the outbreak
of the so-called peace process between Israel
and the occupied Palestinian people, the
Palestinian Liberation Organization (PLO)
abandoned its initial political goals (to
realize the right of return of Palestinian
refugees and to liberate Palestine from
Zionist colonization) for some privileges
and turned itself into an obedient servant
of the colonizers. Whereas the PLO under
the leadership of Yasser Arafat tried to
get back some territory from Israel to establish
a Palestinian state, Palestinians living
in Israel proper, although suffering under
discrimination as second-class citizens,
demand Israel to become finally “a state
for all its citizens” instead of staying
a “Jewish State”. Since the establishment
of the State of Israel, the non-Jewish inhabitants
have been subject to a second-class status
in most walks of life. >>>
Auch
>>>
Israel
ist ein Apartheidsstaat
- Institut für Palästinakunde
- Am Anfang der Diskussion
der Frage, ob Israel ein
Apartheidsstaat ist, steht
die Betrachtung der Definition
von Apartheid. - Apartheidsdefinitionen
- Die 1973 verabschiedete
'International Convention
for the Suppression and
Punishment of the Crime
of Apartheid' definiert
Apartheid als ‘inhuman acts
committed for the purpose
of establishing and maintaining
domination by one racial
group of persons over any
other racial group of persons
and systematically oppressing
them’. D.h., sie definiert
Apartheid als 'inhumane
Akte mit zu dem Zweck der
Herbeiführung und Aufrechterhaltung
der Dominanz einer rassischen
Gruppe von Personen über
eine andere rassische Gruppe
von Personen sowie deren
systematische Unterdrückung'.
Bitte lesen Sie hier weiter.
Kenneth Lewan
-
Ist Israel Südafrika
-
Das Buch
wird gegen einen 'Solidaritätsbeitrag
(5€ + 2€ Versandkosten)
versandt. >>>
Iran
lässt Bodentruppen aufmarschieren
- Das Regime in Teheran verschärft
seine Verbalattacken - auch
gegen arabische Nachbarn. Man
werde jeden Staat angreifen,
der eine Offensive gegen die
Islamische Republik unterstütze,
droht ein hoher Militär. Bodenstreitkräfte
haben ein Manöver im Süden des
Landes begonnen. >>>
Iran preparing
for worst scenario :
Salehi
- Iran's Foreign Minister Ali
Akbar Salehi - Iran's Foreign
Minister Ali Akbar Salehi says
Tehran is preparing itself to
counter all Western plans aimed
at mounting pressure on the
Islamic Republic. >>>
Hände
weg von Iran und Syrien - Friedensbewegung
macht mobil gegen Kriegsdrohungen
- Pressemitteilung des Bundesausschusses
Friedensratschlag - Kassel,
30. Januar 2012 - Im Anschluss
an eine bundesweite friedenspolitischen
Aktionsberatung, zu der der
Friedensratschlag am Sonntag
nach Kassel eingeladen hatte,
erlärte der Sprecher des Bündnisses:
In dramatischer Weise haben
die USA, die EU und mit ihr
die Bundesrepublik Deutschland
die Drohkulisse gegenüber Syrien
und Iran ständig erhöht. In
beiden Fällen geht es aber -
entgegen den offiziellen Bekundungen
- nicht um Menschenrechte und
Atompolitik, sondern um die
Vorherrschaft in einer der geostrategisch
bedeutendsten Regionen. Libyen,
darin waren sich die Teilnehmer/innen
der Beratung einig >>>
I
sraelis
should be afraid of their leaders,
not Iran
- For far too long now Israel
has been headed by heroes, the
kind who don't hesitate to take
the country on yet another dangerous,
purposeless adventure. We must
tell them now, loudly: We are
a-f-r-ai-d. - Gideon Levy -
Some of the people reading these
lines will not live through
the winter; some of them may
not die a natural death. If
one is to believe the threats
that are ramping up at warp
speed, Israel will strike Iran's
nuclear facilities before spring.
If the assessments are accurate,
hundreds or even thousands of
Israelis will die in the retaliatory
missile attacks that are sure
to come. >>>
5 .2.2012
Willkommen
zur Karte der Amerikanischen
Peace Now Bewegung.
Sie könnend diese Karte dazu
nutzen, sich die von uns gesammelten
Daten über die Siedlungsaktivitäten
in der West Bank zu erkunden.
Die Karte wurde mit verschiedenen
Schichten ausgestattet, die
nach verschiedenen Daten geordnet
sind. Im Sektor ‚Layer‘, Schicht,
können Sie auf die Überschriften
klicken und dann sehen
Sie die verschiedenen Gebiete,
über die die vorbereiteten Schichten
/Layers Auskunft geben. Oder
sie schalten manche der einzelnen
Schichten / Layers ausblenden,
um sich auf bestimmte Daten
zu konzentrieren.
Wenn Sie z.B.
eine einzelne Siedlung auswählen,
zeigen wir die von uns zusammengetragenen
dazugehörigen Daten, z.B. wann
sie gegründet wurde und die
Bevölkerungszahl.
Wenn wir später
neue Geschichten über die Ereignisse
in der West Bank hinzufügen,
stellen wir Ihnen eine link
zur Verfügung, über den sie
direkt an Ort und Stelle geraten
können. Dann können sie die
gesamte Umgebung erkunden um
die neuen Informationen im Kontext
zu verstehen.
>>>
American's for Peace Now map
project
Israel schlägt
vor, die
Apartheidmauer
zur Grenze zu
machen
-
Israel
schlägt vor, die
Mauer, die es um
das Westjordanland
errichtet hat, zur
Grenze mit dem zukünftigen
Palästinensischen
Staat zu machen,
sagten am Freitag
zwei palästinensische
Quellen entsprechend
ihrer Interpretation
der Basisforderungen
(Prinzipien) des
jüdischen Staates,
die bei den Verhandlungen
in dieser Woche
vorgebracht wurden.
Nach den Quellen
sagte der israelische
Gesandte Yitzhak
Molcho seinem palästinensischen
Gesprächspartner,
Israel wolle Ostjerusalem
behalten und die
jüdischen Siedlungen
hinter der Mauer
konsolidieren, die
dem Westjordanland
10% seines Territoriums
wegnehmen. Sie (die
Quellen) sprachen
unter der Bedingung
anonym zu bleiben,
da die jordanischen
Vermittler strikt
vorgegeben hatten,
dass keine Information
durchsickern dürfe.
Der Vorschlag erschiene
den Palästinensern
unakzeptabel, da
Jerusalem auf der
"israelischen" Seite
der Grenze bliebe.
Gleichwohl sei es
ein bedeutender
Schritt des israelischen
Premierministers
Benjamin Netanyahu,
der während der
meisten Zeit seiner
Karriere ein vehementer
Gegner der palästinensischen
Unabhängigkeit war.
Wenn die Gespräche
in diese Richtung
gehen, könnten sie
das Ende seiner
nationalistischen
Koalition bedeuten,
da für einige der
einflußreichsten
>>>
Israel will keinen Frieden
- Maher Fakhoury - Seit der
Gründung des Staates Israel
im Jahre 1948 zeigen die Führer
des zionistischen Staates Sturheit
und Arroganz gegenüber der Organisation
der Vereinten Nationen der ganzen
Welt, indem sie die UN-Resolutionen
nicht einhalten. Sie respektieren
die Verträge nicht und nehmen
die Vereinbarungen nicht ernst.
Die Welt soll jede UN-Resolution
so verstehen, wie es die israelischen
Politiker wollen, sonst hat
diese Resolution keine Bedeutung
und wird nicht durchgesetzt.
Außerdem haben die israelischen
Machthaber sich das Recht der
Einmischung in die Angelegenheiten
anderen Staaten, wie die USA,
Italien oder Argentinien, herausgenommen.
Der israelische Spion Jonathan
Pollard der seit 1987 in den
USA inhaftiert ist, belastet
immer noch die Beziehungen der
USA zu Israel. Diese Spionage
führte zu großen Sicherheitslücken
der USA. Vier israelische Ministerpräsidenten
(Rabin, Peres, Barak und Netanyahu)
haben wiederholt ohne Erfolg
versucht, Pollard zu befreien.
Im September 1986 hatte der
israelische Geheimdienst, ohne
Einverständnis des Gastlandes
Italien, den israelischen Atomphysiker
Mordechai Vanunu in Rom entführt
und ihn per Schiff nach Israel
gebracht. >>>
Die Machsom Watch Frauen halfen
etwa 5000 Palästinensern
-
Amira Hass - Auf Seiten der
israelischen Verbotsindustrie
gibt es einen Dorn in Gestalt
mehrerer sturer und beharrlicher
Frauen im Rentenalter. Mit einem
Wort: Nudniks ( jiddish) - aufdringliche
Angeber. Es sind die Freiwilligen
der Machsom Watch (Checkpoint-Beobachter),
die während der letzten sieben
Jahre mit ihrer Hartnäckigkeit
sich bereit erklärten, den Palästinensern,
die Arbeit in Israel suchen,
zu helfen und Einspruch gegen
das Reiseverbot des Shin Bet-Sicherheitsdienstes
zu erheben. Die MachsomWatch-Organisation
freiwilliger Frauen, die vor
einem Jahrzehnt damit begann,
die physischen und administrativen
Kontrollpunkte in der Westbank
zu beobachten, haben in verschiedenen
Bereichen Sachkenntnisse gesammelt:
Reiseverbote aus Sicherheitsgründen
(Security prevention), die militärischen
Gerichtshöfe, polizeiliche Geldstrafen,
Genehmigungen aus Gesundheitsgründen,
Beschränkungen fürs Jordantal
u.a. Während ihrer Schichten
an den Kontrollpunkten haben
die Frauen palästinensische
Arbeiter und Kaufleute kennen
gelernt, die mit ihrem Lebensunterhalt
von Israel abhängig sind und
die an einem düstern Tag entdecken,
dass ihr Passierschein ungültig
ist - aus Sicherheitsgründen.
>>>
4.2.2012
Dossier: Der Iran im Visier
- Nuklearstreit vor
Drohkulisse
- Dem Iran wird vom Westen
das Recht zur friedlichen
Nutzung der Kernenergie
abgesprochen. Nach Irak
droht auch dem Land mit den
viertgrößten Ölreserven ein
US-Diktat. Die Konfrontation
stärkt das Mullahregime und
untergräbt eine
Demokratisierung der
iranischen Gesellschaft. >>>
Berlin
fürchtet die Iran-Falle
- Christoph Sydow - Severin
Weiland - Das Pentagon
hält einen Angriff Israels
auf Iran noch im Frühjahr
für möglich. Deutschland
sieht eine drohende
Eskalation im Atomstreit mit
dem Regime in Teheran mit
Sorge. Berlin fürchtet, dass
der Westen in einen Konflikt
mit unkalkulierbaren Ausmaß
>>>
Iran und Israel - Gerede
über günstige Gelegenheiten
- In einem Gespräch
mit Verteidigungsminister
Barak gewann der israelische
Journalist Ronen Bergman in
der vorigen Woche den
Eindruck, dass sich dieser
und die maßgeblichen
Militärs und Geheimdienstler
bereits für einen
Militärschlag im Jahr 2012
entschieden haben. >>>
SPD-Außenpolitiker Gernot
Erler "Wir erleben einen welthistorischen
Prozess" -
SPD-Fraktionsvize Gernot
Erler über den Aufstieg Asiens und einen
möglichen Angriff Israels auf Irans
Nuklearanlagen. - Herr Erler, die US-Regierung
rechnet angeblich mit einem baldigen
israelischen Angriff auf iranische
Nuklearanlagen. Wird die Münchner
Sicherheitskonferenz in dieser Frage Aufschluss
geben? - Ich bin sehr besorgt über die Situation
und hoffe, dass die Sicherheitskonferenz einen
Beitrag leisten kann, die Lage zu klären und die
Spannung zu mindern. - Halten Sie einen
israelischen Angriff auf den Iran für
wahrscheinlich? - Ein solches militärisches
Abenteuer wäre weder im Sinn der Europäer noch
in dem der Amerikaner. >>>
Geopolitisches Schachbrett: Teile, erobere
und beherrsche den »neuen Nahen und Mittleren
Osten«
- Mahdi Darius Nazemroaya - Der Ausdruck
»Arabischer Frühling« ist ein Schlagwort, das in
weit entfernten Büros in Washington, London,
Paris und Brüssel von Personen oder Gruppen
erfunden wurde, die sehr wenig über die Araber
wissen und keinesfalls über irgendwelches
Expertenwissen über die Region verfügen. Was
sich derzeit in den arabischen Bevölkerungen
entwickelt, besitzt keine homogene Struktur,
sondern ist von vielfältigen Faktoren bestimmt.
Der Wille zum Aufstand gehört ebenso wie
Opportunismus dazu. Und jede Revolution ist mit
einer Gegenrevolution konfrontiert. Die
Aufstände und Proteste in der arabischen Welt
stellen auch kein »arabisches Erwachen« dar >>>
Der widerwillige Prophet -
Uri Avnery -
1.Februar 2012 -
Am letzten Montag wurde ich
für mein „Lebenswerk“ mit
dem Leibowitz-Preis
ausgezeichnet. Der Preis war
von der Yesh
Gvul-Friedenssoldaten-Organisation
initiiert. Ich war nicht in
der Lage, eine Rede
vorzubereiten. Also sprach
ich frei und muss nun meine
Bemerkungen aus dem Stegreif
rekonstruieren. (die
Laudatio der
Nobelpreisträgerin Prof. Ada
Yonat war viel zu viel des
Lobs, um sie zu verbreiten) .
(...) Als ich dieses
Gebäude betrat, wurde ich
stürmisch von einer rechten
Demonstration begrüßt. Ich
war schwer beleidigt, als
mir gesagt wurde, dass sie
nicht gegen mich gerichtet
sei, sondern gegen meinen
Freund Muhammad Bakri, den
arabischen Schauspieler, der
die Faschisten durch seinen
Film „Jenin, Jenin“ zornig
gemacht hatte. In diesem
Augenblick spielte er auf
der benachbarten
Theaterbühne in Frederico
Garcia Lorcas „Das Haus von
Bernarda Alba“ mit.
Wahrscheinlich verdient er
diese Demonstration, aber
ich fühlte mich trotzdem
tief beleidigt.
ICH BEWUNDERTE und liebte Yeshayahu Leibowitz.
Ich bewunderte ihn für seine
scharfsinnige Logik. Wann
immer er sie bei einem
Problem anwandte, war es
eine Wonne, dies mit zu
erleben. Nichts konnte dem
widerstehen. Oft fragte ich
mich neidisch, wenn ich ihm
zuhörte: „Warum habe ich
nicht auch daran gedacht?“
Ich liebte ihn wegen seiner
unerschütterlichen
moralischen Haltung. Für ihn
stand die moralische
Verpflichtung des einzelnen
Menschen über allem. Kurz
nach dem 67er-Krieg und dem
Beginn der Besatzung
prophezeite er, dass wir
eine Nation von Managern und
Geheimdienstagenten werden
würden. Tatsächlich war er
für mich wie ein
2.Yeshayahu , dem Erben des
biblischen Yeshayahu.
(Yeshayahu ist die
hebräische Form von Jesaja).
Als ich ihm das sagte, wurde
er ärgerlich. „Die Leute
verstehen die Bedeutung des
Wortes nicht,“ beschwerte
er sich, „in den
europäischen Sprachen ist
ein Prophet eine Person, die
die Zukunft voraussagen
kann. Aber die hebräischen
Propheten waren Leute, die
Gottes Wort weitergaben!“
Obwohl Leibowitz orthodox
war und ein Kippaträger,
dachte er nicht in dieser
Weise von sich. >>>
Dr. Izzeddin Musa mit einem
Brief an den Innenminister
Dr. Friedrich -
Ich verfolge schon seit
Jahren das öffentliche
Mobbing Ihres Angestellten
Thomas Krüger
Sehr geehrter Herr
Innenminister Dr. Friedrich,
mit großem Interesse habe
ich die Berichterstattung
über den Prozess zwischen
der BRD und Dr. Ludwig
Watzal gelesen; ich hoffe,
Sie haben es auch getan oder
wenigstens Ihre Zuarbeiter.
Wie ich aus der
Berichterstattung weiter
entnehmen konnte, hat sich
Ihr „Parteifreund“ Dr.
Hans-Peter Uhl – ein
„Abgeordneter“ - bei Ihnen
darüber beschwert, dass
Watzal die unabhängige
jüdische Zeitschrift „Der
Semit“ erwähnt haben soll,
was er wohl für ein
„Verbrechen“ gehalten hat.
Auch Ihr CSU-Generalsekretär
hat ein Verbot der Partei
Die Linke gefordert! Jetzt
wundert mich gar nichts
mehr. Anscheinend ist das
demokratische Bewusstsein in
Ihrer Partei so wenig
ausgeprägt, dass durch eine
Kommission ein eventuelles
Parteiverbotsverfahren gegen
die CSU insgesamt geprüft
oder wenigstens ein
Parteiausschlussverfahren
gegen diese beiden Herren
wegen mangelnder
demokratischer Verwurzelung
eingeleitet werden sollte.
Ich verfolge schon seit
Jahren das öffentliche
Mobbing Ihres Angestellten
Thomas Krüger, Präsident der
Bundeszentrale für
politische Bildung, das er
zusammen mit den
extremistischen Kreisen der
Israellobby gegen seinen
ausgewiesenen Nahostkenner
Watzal betreibt. Krüger
verstößt eklatant gegen die
gesetzlich garantierte
Fürsorgepflicht gegenüber
seinem Mitarbeiter. Seine
Pflicht ist es, sich
schützend vor seinen
Mitarbeiter zu stellen, wie
es das Gesetz verlangt, aber
er und sein Pressesprecher,
haben Dr. Watzal öffentlich
der Israellobby zum Fraße
vorgeworfen, weil er nur
eine andere Meinung vertritt
als diese. Soweit mir
bekannt ist, sind Sie auch
der „Verfassungsminister“.
Ich brauche Sie bestimmt
nicht auf GG Artikel 5
hinzuweisen.
Wie Ihnen sicherlich bekannt
ist, ist es nicht das erste
Mal, dass sich Krüger völlig
daneben benimmt. Das scheint
dieser „ehrlichen Haut“, so
ein Wahlspruch dieses feinen
Herren, zu seiner zweiten
Haut geworden zu sein.
Zahlreiche Beschwerden über
Krüger gingen auch bei Ihrem
Vorgänger, Herrn Dr.
Schäuble, ein.
Unerklärlicherweise hat
Krüger sie alle politisch
überstanden. Sie wissen
auch, dass er von Otto
Schily als
SPD-Versorgungsfall in der
Bundeszentrale untergebracht
worden ist. Ihr damaliger
„Parteifreund“ Dr. Reichert
wurde weg gemobbt.
Herr Minister, das Problem
ist nicht der Nahostexperte
Dr. Ludwig Watzal, dessen
zahlreiche
Veröffentlichungen ich Ihnen
nur wärmstens empfehlen
kann, sondern Herr Krüger,
der sich wohl nur als
Israellobbyist und
Unterstützer von
Hetzveranstaltungen gegen
den Iran über Wasser halten
kann. Anstatt durch Ihre
Spitzelzentrale in Köln
demokratisch-gewählte freie
Abgeordnete des Deutschen
Bundestages (Die Linke)
bespitzeln zu lassen,
sollten Sie lieber ihre
Schlapphüte auf Krüger
ansetzen, um seine
fragwürdigen Umtriebe und
seine Verschleuderung von
Steuergeldern endlich zu
stoppen.
Bitte teilen Sie mir mit,
was Sie gegen Krüger
unternehmen werden und wie
Sie den Ruf von Dr. Watzal
wieder herstellen wollen.
Mit freundlichen Grüßen Dr.
Izzeddin Musa
Hintergrund:
Ludwig Watzal - Opfer von Honestly
Concerned + Netzwerk >>>
Personen im Netzwerk >>>
BRD (Thomas Krüger)
gegen Ludwig Watzal >>>
Thomas Krüger
- bpb - Präsident der Bundeszentrale
für politische Bildung >>>
Unsettled, Unlawful,
Unresolved: Israeli Settlers
in a Foreign Land
- Graham Peebles - Violence, abuse,
non-accountability, hate —
such is communal living
today within the occupied
West Bank, where some
518,974 colonisers sit
within “200” illegal
settlements. According to
Noam Chomsky: The
settlements cover over 42%
of the Occupied Palestinian
Territory (OPT), not
counting the Jordon valley,
which they are taking over
Estimates of colonisation
vary from the 42% reported
by Chomsky and BT Salem to
that of Human Rights Watch
who, at 60%, set the figure
even higher. Around half a
million ‘settlers’, more
accurately, colonisers, now
squat upon Palestinian soil,
huddled within walled
encampments upon stolen land
>>>
3 .2.2012
Kommentar
- Lehre Menschlichkeit
-
Johannes Zang - Es gibt viele
Gewissen Israels: Uri Avnery,
Sarit Michaeli, Reuven Moskovitz,
Jeff Halper, David Grossman,
Ronni Hammermann, Hillel Schenker
und Sari Bashi. Sie und andere
engagieren sich seit Jahrzehnten
im Friedens- und Menschenrechtslager.
Es gibt auch ein Gewissen Israels
in Deutschland: Felicia Langer.
Sie, die selbst vor den Nazis
geflüchtet ist, kennt wie nur
wenige Juden das Leid der Palästinenser:
Hauszerstörung oder –
Versiegelung,
Landenteignung, Abschiebung
und Verbannung, miserable Haftbedingungen,
himmelschreiende Verhörmethoden
und Folter. Sie, die jahrzehntelang
mit ihrem israelischen Wagen
in palästinensische Dörfer und
Städte fuhr, ist der lebendige
Beweis, dass Israelis guten
Willens in den palästinensischen
Gebieten nicht um ihr Leben
fürchten müssen, sondern willkommen
sind. >>>
Zorn und Hoffnung - Israelisch-jüdische
Anwältin Felicia Langer erhält
von Palästinenserpräsident Abbas
den „Orden für besondere Verdienste“
- Johnanes Zang - „Die Jahre
des Zorns über das Unrecht machten
vielleicht meine Stimme heiser
und verzerrten manchmal meine
Züge. Aber ich konnte dennoch
freundlich bleiben, weil mich
die Liebe nie verließ.“ So lauten
die Schlusssätze in Felicia
Langers Autobiographie Zorn
und Hoffnung, ihrem, wie sie
meint, wichtigsten Buch. Die
Wut hatte die junge Anwältin
nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967
eine Kanzlei in Jerusalem eröffnen
lassen. Fortan verteidigte sie
Palästinenser vor israelischen
Militärgerichten. Dafür, aber
auch für ihren Einsatz gegen
Landenteignung, Hauszerstörung,
Abschiebung und Folter wurde
sie dieser Tage von Präsident
Mahmoud Abbas in Berlin mit
dem „Orden für besondere Verdienste“
geehrt. Das war für sie, sagt
sie unserer Zeitung, „eine große
Freude und Genugtuung.“ Die
Feierstunde, an der neben Präsident
Abbas unter anderen auch ein
ehemaliger Mandant Langers sowie
ihr >>>
Felicia Langer im Gespräch mit
Arn Strohmeyer. - Israel - Palästina
- Moral und Seele.
>>>
Sonderseite zur Verleihung des
palästinensischen Orden für
besondere Verdienste
>>>
Texte von und über Felicia
Langer
>>>
Bücher von Felicia Langer >>>
Sonderseite zur Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes
>>>
Homepage von Felicia Langer
>>>
Die Hölle, in der die
Palästinenserinnen leben -
Merce Rivas -
Während die internationale
Gemeinschaft darüber
debattiert, ob die
Palästinenser ihren eigenen
Staat haben können, sind die
Frauen Leiden und
Aggressionen ausgesetzt, die
zu depressiven Zuständen
führen. Die Ursachen sind
vielfältig, aber man kann
sie kaum angehen, da der
Konflikt anhält.
Die Vereinten Nationen
bestätigen, dass Frauen "auf
grund der Belastungen und
Spannungen in ihrem Leben
die Mehrheit der psychisch
Kranken darstellen". Es gibt
in Gaza oder im
Westjordanland keine Frau,
die in ihrer Familien kein
Kind oder keinen Ehemann
hat, der nicht im Gefängnis
oder umgekommen ist.
Die Geburtsrate liegt bei
5,8%; zusammen mit dem
Mangel an Arbeitsplätzen und
der Tatsache, dass die
israelische Armee Wohnungen
niederreißt, mit den
mangelhaften sanitären
Verhältnissen und der
fehlenden Mobilität mit den
Einschüchterungen an den
Check-Points führt sie dazu,
dass die Frauen ein Leben am
Rande (ihrer Kraft) führen.
Die große Mehrheit von ihnen
ist inzwischen
verantwortlich für die
wirtschaftliche Lage der
Familie und muss sich um
Kinder und Alte kümmern.
Ihre sozioökonomische
Situation verschlechtert
sich von Tag zu Tag, Armut
(67%) und Arbeitslosigkeit
(40%) untergraben ihre
Energie.
Eine Arbeit zu bekommen ist
kompliziert, aber noch
komplizierter ist es, die
500 Sicherheitskontrollen
oder die 400 km lange Mauer
zu passieren, die Land,
Familien und Ortschaften
voneinander trennt. Die
Situation kann noch
schlechter sein, wenn sie in
einem Flüchtlingslager im
Libanon, in Syrien oder
Jordanien leben. Wir dürfen
auch die Frauen in den
Gefängnissen nicht
vergessen, deren Zahl zwar
nicht hoch ist, die aber
ohne jeden Respekt behandelt
werden. Die meisten von
ihnen sind in den
Gefängnissen von Telmond,
Ramleh und Haifa inhaftiert,
in Übergehung von Artikel 76
der Vierten Genfer
Konvention außerhalb des
palästinensischen
Territoriums, obwohl Israel
die Anti-Folter-Konvention
u.a. unterzeichnet hat. Es
gibt durch zahlreiche
internationale
Organisationen dokumentierte
Fälle, die von Frauen
berichten, die gefoltert und
gedemütigt worden sind.
Humanitäre Organisationen
wie Amnesty International
geben an, dass sie unter
extremen Bedingungen leben,
zusammengepfercht in den
Zellen, bei Mangelernährung,
zu wenig Licht, mangelnder
Hygiene und eingeschränkten
Kommunikationsmöglichkeiten
mit außerhalb (Briefe können
nur durch das Rote Kreuz
geschickt werden, nach
Kontrolle durch israelische
Beamte).
Einige dieser Gefängnisse
wurden in den 20er Jahren
unter britischem Mandat
gebaut. Sie waren später
wegen ihres jämmerlichen
Zustands geschlossen worden,
wurden >>>
Palestinians
urge international community
to join Global March to Jerusalem
- The recent Arab uprisings
throughout the Middle East and
North Africa have proven that
the Arab people are no longer
willing to tolerate oppression
and tyranny. They send a strong
message to Western hegemonic
powers and their oppressive
regional allies that a new wave
of nonviolent civil resistance
will ultimately prevail over
injustice and occupation. In
addition, the Arab uprisings
also send an important message
to all people of the world that
armed resistance is no longer
the only option for pursuing
change. One must acknowledge
that the recent successes of
the Egyptian and Tunisian revolutions
are a reminder that this inspirational
movement for nonviolent civil
resistance was actually born
in Palestine. As American University
of Beirut Professor Rami Zurayk
notes, “The Arab uprisings have
of course taken their inspiration
from the Palestinian Intifada.”
But as he further clarifies,
the reverse is also true: there
is “a constant feeding in from
the Arab uprisings to Palestine
and from Palestine to the Arab
uprisings.” Professor Zurayk
is one of the Lebanese delegates
for the Global March to Jerusalem
(GMJ), a groundbreaking nonviolent
civil resistance initiative
scheduled for March 30, 2012
in Palestine and the four neighboring
countries: Egypt, Lebanon Jordan
and Syria. The GMJ is comprised
of a diverse coalition of Palestinian,
Arab and international activists
who are united in the struggle
to liberate the holy city of
Jerusalem from illegal Zionist
occupation. While the GMJ is
made up of grassroots >>>
http://www.jerusalem-marsch.de
-
http://gmj-na.org/home.html
-
http://www.globalmarchtojerusalem.org/main/
Wir bitten alle, die für die
Rechte der PalästinenserInnen
eintreten, die Initiative zu
unterstützen mit der Unterschrift
(Name, eventuell Organisation/Verein
und Stadt) unter den Aufruf
oder/und mit der direkten Beteiligung
an der Aktion. Die Email-Kontaktadresse
lautet:
kontakt@jerusalem-marsch.de
. Hier kann man auch weitere
Informationen erfragen.
Global Actions Remember Yousef
Ikhlayl
- Activists around the world
responded to a call to action
initiated by the Palestine Solidarity
Project to organize actions
in their community to mark the
one year anniversary of the
murder of Yousef Ikhlayl at
the hands of Israeli settlers.
Activists in Mexico City, London,
New Mexico, Chicago, Beloit,
and France put up posters of
Yousef in public areas and organized
vigils or demonstrations in
front of Israeli embassies.
In Chicago, activists posted
six hundred posters remembering
Yousef and decrying the occupation
on light posts, bus stops, and
newspaper stands and also leafleted
outside the Israeli consulate.
In France, Yousef’s picture
was held up in front of the
Israeli Embassy during a vigil
to mourn his murder. >>>
Yousef Ikhlayl, war ein Jugendlicher
aus dem Dorf Beit Ommar in der
südlichen Westbank. Yousef war
gerade 17, als er am 28.Januar
2011 von israelischen Siedlern
ermordet wurde.
Sharp
increase in administrative detention
in 2011; one detainee on hunger
strike for 46 days
- Physicians for Human Rights
– Israel reported on 29 January
that Khader ‘Adnan, has been
on hunger strike since 18 December
2011. Thirty-four year old 'Adnan,
from the village of ‘Araba near
Jenin, was detained on 17 December
2011 and placed in administrative
detention. ‘Adnan is on the
hunger strike in protest against
his administrative detention
and the manner in which he was
arrested and interrogated. According
to PHR, “his condition is life-threatening.”
In 2011, there was a sharp increase
in the number of Palestinian
administrative detainees held
by Israel, from 219 in January
to 307 in December, according
to figures B'Tselem received
from the Israel Prison Service.
Twenty-nine percent of the detainees
had been held for six months
to one year; another 24 percent
from one to two years. Seventeen
Palestinians had been in administrative
detention continuously for two
to four and a half years, and
one man has been held for over
five years. At the end of 2011,
Israel was holding one minor
in administrative detention.
This year marks the first time
since 2008 that there was an
increase in the number of administrative
detainees, after the number
had fallen from 813, in January
2008, to 204 in December 2010.
>>>
Palestinian detainee Khader
Adnan at risk of imminent death
after 45 days hunger strike
- Ali Abunimah - Khader Adnan,
34, a Palestinian being held
without charge or trial, is
at grave risk of death after
45 days of continuous hunger
strike, according to Physicians
for Human Rights-Israel (PHR),
whose doctors examined him.
2 .2.2012
Kommentar des Monats Februar
2012 für: "Das Palästina Portal"
Endsieg
oder Untergang
Rüde Attacken, Verunglimpfungen,
hämische Provokationen, der
Ehrenpreisträger der DIG
schafft sich selber ab.
Abraham Melzer
Wer sich von der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft
(DIG) einen Ehrenpreis verleihen
lässt, ist selber schuld oder
umgekehrt, wenn die DIG einem
Henryk M. Broder einen solchen
Preis verleiht, ist sie selber
schuld, hat den Schaden und
nun auch den Spott.
Es gibt in Deutschland
keine Reichskulturkammer mehr
und keinen Reichskulturwart,
meint Henryk Broder und will
damit sagen, dass deshalb nur
er in Sachen Kultur und Anstand
urteilen darf, dass nur er andere
Menschen im Stile der Reichskulturkammer
diffamieren darf. Nur er darf
Vergleiche mit den Nazis machen
und ihm nicht genehme Personen
als Nazis oder gar Antisemiten
bezichtigen, denn nur er besitzt
die alleinseligmachende Gabe
wahrhaftig und rein zu sein
und deshalb darf nur er an dem
öffentlichen Diskurs teilnehmen.
Seit dem 8. Mai 1945 ist so
etwas in Deutschland zwar nicht
mehr genehmigungspflichtig,
aber nur wenn man so denkt wie
Broder, so fühlt wie Broder
und so schreibt wie Broder.
Wenn man aber anders denkt,
dann hat man kein Recht am öffentlichen
Diskurs teilzunehmen >>>
Bezug:
Henryk M. Broder - Spatzenhirn
auf großen Füßen
>>>
Geschieht dies alles in Namen
des jüdischen Volkes? Oder geht
jetzt die Saat auf, die die
Broders, Stawskis, Buurmanns,
Behrens und andere Konsorten
gesät haben? - E.
Arendt -
Ohne Kommentar veröffentliche
ich eine kleine Sammlung von
e Mails die mich in den letzten
Wochen erreichten. Erweitert
durch Gewaltandrohungen und
Gewaltfantasien. Es gibt scheinbar
unterschiedliche Absender, vermutlich
steckt aber - vorwiegend -
eine Person dahinter. Die e
Mail Adresse ist aber nach kurzer
Zeit nicht erreichbar und die
Attacke wird dann unter einem
neuen Namen fortgesetzt. Es
sind Namen wie: Autonome Antifa,
jacob baeer, adolf jobst, stephan
emmerlich, frank lausner, claudio
casula, ivo schmidt, gerd weisskirchen,
klaus stern, heinrich heine,
buurmann peter, bernd zeller,
horst brumlik, andreas fischer,
jacob augstein, joseph stalin,
ariel sharon, nathan warzawski,
menachim begin, peter salomon
und andere. >>>
1 .2.2012
Der Geist ist aus der Flasche
-
Anmerkungen zum Arabischen Frühling
-
Hakam Abdel-Hadi
-
Während meines langen Aufenthalts
in Europa wurde ich mit so vielen
Vorurteilen gegenüber Arabern
und Muslimen konfrontiert, dass
ich irgendwann begann, an meinen
Landsleuten zu zweifeln: Sind
die Araber überhaupt Demokratie
tauglich? Können Muslime wirklich
tolerant sein? In weniger als
einem Jahr veränderte sich die
arabische Welt so schnell, dass
die westlichen Politiker kaum
Zeit hatten, sich bei ihren
Wählern für ihre bisherige,
emsige und meist profitable
Zusammenarbeit mit den arabischen
Diktatoren zu entschuldigen.
Ich beobachtete mit großer Freude,
wie die jemenitische Journalistin
Tawakkul Karman den Nobelpreis
erhielt und wie der junge Ägypter
Wael Ghonim 2011 vom Time Magazin
zu den einflussreichsten 100
Persönlichkeiten der Welt gezählt
wurde. Zweifellos spielte Google-Manager
Ghonim und seine vitalen und
mutigen Freunde mit ihren Internetkreationen
eine entscheidende Rolle bei
der Mobilisierung der Demonstranten
in den ägyptischen Städten.
Nicht weniger eindrucksvoll
ist die Persönlichkeit von Rashid
Ghannoushi, dem Vorsitzenden
der tunesischen En-Nahda-Partei.
Ich sah, wie dieser 70-jährige
Mann, dem bis vor Kurzem Reiseverbot
nach Deutschland und den USA
auferlegt war, nach seiner Heimkehr
aus dem 22-jährigen Exil von
Tausenden von Menschen auf dem
Flughafen von Tunis feierlich
begrüßt wurde. Seine islamische
Partei ist nun nach den jüngsten
Wahlen mit Abstand die stärkste
Fraktion im tunesischen Parlament,
und obwohl der Mann drei Mal
lebenslänglich in Abwesenheit
vom Regime des Diktators Bin
Ali verurteilt wurde,
will er nicht einmal regieren.
Schlicht und ergreifend sagt
Ghannoushi in einem Al Jazeera-Interview:
„ Gucken Sie sich doch die Köpfe
der jungen Leute, die die Revolution
durchgeführt haben, und meine
weißen Haare an. Nein, sie und
nicht ich haben einen Anspruch
darauf, die Revolution zu führen.
“ >>>
Der
Jagdeifer von Honestly Concerned
-
Thomas Krüger , der immer
noch Präsident der Bundeszentrale
für politische Bildung, wird
die Plagegeister von „Honestly
Concerned “ nicht los, vermutlich
füttert er sie auch kräftig
-
E. Arendt, 31.1.12 - Der
„Chefredakteur“ dieser prozionistischen
Hetzwebsite hatte bereits mit
Krüger kooperiert, indem Krüger
ihm seine Handynummer mitgeteilt
hat und er gehörte auch zu den
Kräften, die 2008 mit
Hilfe des Pressesprechers der
bpb, Raul Gersson , Watzal
fertigzumachen versuchten. Die
bpb hatte den Kanpagnenjournalisten
B. Weinthal kräftig mit Interna
über Watzal gefüttert, die dieser
dann in seinen Schmähartikeln
verwendet hat. Die Website von
„hc“ hatte damals alle Schreiben
der jüdischen Funktionäre aus
den USA, Österreich und Deutschland
an Schäuble, den Innenminister,
oder Krüger veröffentlicht.
Zufall?
Vermutlich wurde das
Ganze von diesem unappetitlichen
„Chefredakteur“
Sacha Stawski gesteuert? Es gab ja
immer schon einen
Austausch zwischen beiden.
Nie widersprochen
heißt es, nicht anders gekennzeichnete
Kommentare stammen von Sacha
Stawski.
Heute kommentiert
er die Berichterstattung über
Ludwig Watzal >>>
Ich bitte alle User des Palästina-Portals, beim Innenministerium in
Berlin gegen diese erneuten Mobbingaktionen gegen einen
verdienten Mitarbeiter zu protestieren,
damit Innenminister Hans-Peter
Friedrich sieht, was für ein
Früchtchen dieser Krüger ist.
Protestschreiben an Krüger halte
ich für sinnlos.
poststelle@bmi.bund.de
|
hans-peter.friedrich@bundestag.de
Hintergrund:
Ludwig Watzal - Opfer von Honestly
Concerned + Netzwerk >>>
Personen im Netzwerk >>>
BRD (Thomas Krüger)
gegen Ludwig Watzal >>>
Thomas Krüger
- bpb - Präsident der Bundeszentrale
für politische Bildung >>>
10 percent of Israeli academics
labeled 'anti-Zionist' by campus
watchdogs
- Survey comes up with the names
of more than 1,000 Israelis,
800 of whom are academics but
also including authors, journalists,
public intellectuals, and past
and present cabinet ministers.
- Talila Nesher - Three self-proclaimed
watchdog organizations have
labeled about 10 percent of
Israeli academics as anti-Zionist,
according to a recent study
by a group of academics, artists
and university students who
aim to counter the categorizations.
The organizations, which are
open about their activities,
are Im Tirtzu, IsraCampus and
Israel Academia Monitor >>>
30 .1.2012
Israels rechtsgültiger
"Missbrauch" der arabischen
Minderheit ist undemokratisch
- Oudeh Basharat - Es ist schwierig,
den demokratischen Staat Israel
mit einer üblen Diktatur zu
vergleichen. Trotzdem haben
sie eines gemeinsam: die Menschen
schlafen unter beiden Regimen
nicht gut. In Diktaturen fürchtet
man von Seiten der Mehrheit
eine Revolution, und in der
israelischen Demokratie hören
sie nicht auf, die Diagramme
der Geburtenrate der Araber
zu studieren, falls das demographische
Gleichgewicht umkippt. Da gibt
es noch etwas anderes: beide
Gruppen der Bevölkerung werden
unterdrückt. In einer üblen
Diktatur unterdrückt die Minderheit
die Mehrheit, während in Israel
das Regime, das von der ethnischen
Mehrheit unterstützt wird, die
Minderheit unterdrückt. Seit
63 Jahren hat Israel nicht aufgehört,
seine absolut freundliche Minderheit
zu missbrauchen - und das völlig
rechtsgültig. Jeder Quadratmeter,
der enteignet wurde, wurde von
der Knesset genehmigt, jedes
Haus, das zerstört wurde, wurde
vom Gericht gut geheißen. Lokale
Verwaltungen werden in arabischen
Gebieten, was ihr Budget betrifft,
diskriminiert - auf Grund ministerieller
Verfahren. All dies ist möglich,
durchgeführt zu werden, weil
die Vertreter der Mehrheit die
Kontrolle in der Knesset haben:
die Regierungsämter, die wirtschaftlichen
Institutionen und das Rechtssystem.
Auf diese Art und auch als Folge
der demographischen Phobie wurde
in diesem Monat ein weiteres
Kapitel geschrieben, um >>>
"Broder spaltet und bringt Streit,
davon lebt er"
- Thomas Immanuel Steinberg
- Als ein Aachener NeoCon-Verein
Ende 2011 den Publizisten Henryk
M. Broder ehren wollte, fand
Vereinsmitglied Hilde Scheidt,
zugleich Stellvertreterin des
Aachener Oberbürgermeisters:
Wir haben hier in Aachen schon
genug mit rechtsradikaler Hetze
zu tun – dieses Geschreibsel
eines Herrn Broder brauchen
wir ebensowenig, und trat aus
dem Verein aus. (1) Am 28. Januar
2012 legte die Politikerin in
den Aachener Nachrichten nach
und urteilte über Broder: Er
spaltet und bringt Streit, davon
lebt er. (2) Dem hat Broder
widersprochen. Was die Frage
aufwirft, wovon Broder nun wirklich
lebt. Er ist 65 Jahre alt –
bezieht er Rente? Das kann nicht
sein, denn „Rentner“ ist bei
ihm ein Schimpfwort. Macht er
sich bei einem lohnarbeitenden
Ehepartner als Hausmann nützlich?
Wohl kaum, Hausfrau jedenfalls
ist für ihn so bäh wie Rentner.
Wovon also lebt er, wenn nicht
vom Spalten und Streitschüren?
>>>
Henryk M. Broder -
Spatzenhirn auf kleinen Füßen ?
-
Manche haben ein Spatzenhirn
und andere haben gar keins.
Der „Dirk Bach“ der BRD-Publizistik
ist wieder einmal in seinem
Element, demaskiert sich und
geht seiner Lieblingsbeschäftigung
nach, dem Aufspüren von vermeintlichen
Antisemiten. Wie ein groteskes
Gutachten von „Antisemitsmusexperten“
einen 20-prozentigen Befall
der BRD-Bevölkerung durch den
Antisemitismusvirus gefunden
zu haben meint, steht Broder
noch eine Herkulesaufgabe bevor.
Hoffentlich kann er sie noch
bis zu seinem Ableben zur Zufriedenheit
des Zentralrates oder seiner
"Auftragsgeber" erledigen. Dieses
Mal hat er eine „Antisemitin“
im beschaulichen Aachen aufgespürt,
die es gewagt hatte, die Preisverleihung
an diesen publizistischen Clown
durch die deutsch-israelische
Gesellschaft zu kritisieren
und seine notirische Islamophobie
zur Sprache gebracht hat. Es
geht gegen Frau Hilde Scheidt,
die stellvertretene Bürgermeister
von der grünen Partei. Ich dachte
zwar immer, wer Juden generell
hasst, sei ein Antisemit. Nun
wissen wir es, wer allein schon
Broder kritisiert, ist ein Antisemit.
Den Broder schreibt in einer
"geistigen Höchstleistung":
„Frau
Scheidt hat einen an der
Waffel. Genauer: Sie ist
entweder bescheuert oder
eine Antisemitin oder -
tertium datur - eine bescheuerte
Antisemitin.
Zu sagen: “Er spaltet und
bringt Streit, davon lebt
er” - das ist ein lupenrein
antisemitisches Statement,
das alle Zutaten antisemitischer
Rhetorik enthält.
>>>
HENRYK M. BRODER - THE
"BEST" OF - SEIN "ZWEITES" GESICHT
>>>
29.1.2012
Eine verbotene Schlacht kämpfen:
wie ich das Vertuschen von verborgenem
Unrecht stoppte -
Jesse Lieberfeld - Ich gehörte
einmal zu einer wunderbaren
Religion. Ich gehörte zu einer
Religion, die denen von uns,
die an sie glaubten, erlaubte,
sich so zu fühlen, als wären
sie das größte Volk der Welt
– und gleichzeitig bemitleidete
ich uns. Einmal dachte ich wirklich,
in diese Welt der Sicherheit,
des Selbstmitleids, der selbsterklärten
Intelligenz und der perfekten
moralischen Ästhetik zu gehören.
Ich dachte von früh an, ich
sei etwas Besonderes.
Es wurde mir jedoch bald klar,
dass meine Mitglaubenden und
ich kein Teil von so etwas
Schmeichelhaftem sind. Obwohl
ich froh war, Eltern zu haben,
die mich in keine bestimmte
Art von Glauben zu drängen versuchten,
war es doch unmöglich, während
des Erwachsenwerdens dem Jüdischsein
zu entkommen. An jedem Feiertag,
jedem Gottesdienst, bei jedem
Treffen mit der Verwandtschaft
wurde dies bestätigt. Ich wurde
immer wieder daran erinnert,
wie intelligent unsere Familie
war, wie wichtig es war, daran
zu denken, woher wir kamen und
stolz zu sein auf all das Leiden,
das unser Volk überwunden hat,
um sich endlich seinen Traum,
in der perfekten Gesellschaft
in Israel zu leben, zu erfüllen.
Dieser letzte obligatorische
Glauben war einer, den ich nie
ganz verstand, hatte aber meine
Zweifel an Israels guten Ruf
immer im Hinterkopf. „Unser
Volk“ kämpfte einen Krieg, den
ich nicht ganz verstand, natürlich
nahm ich an, dass er gerechtfertigt
ist. Wir würden niemals so unmoralisch
sein, einen ungerechten Krieg
zu führen. Doch als ich mehr
über den sog. „Konflikt“ mit
den Palästinensern erfuhr,
wurde ich nachdenklicher. Routinemäßig
hörte ich von unerklärten Massentötungen,
Angriffen >>>
Streitfrage: Boykott israelischer
Waren – legitim oder unerhört?
- Im "neuen deutschland" debattieren:
Micha Brumlik und Rolf Verleger
- Der Palästina-Konflikt – kaum
ein Thema sorgt in der deutschen
Linken für mehr Aufregung. Ein
Boykott gegen israelischer Produkte
ist besonders umstritten. Boykott-Befürworter
wollen auf die Besatzung der
palästinensischen Gebiete hinzuweisen.
So auch die Kampagne Boykott,
Desinvestment und Sanktionen
(BDS). Für sie ist Israel ein
Staat, der an das südafrikanische
Apartheids-Regime erinnert.
Dagegen führen die Gegner ins
Feld, die Aufrufe erinnern an
die Parole »Kauft nicht bei
Juden!« der Nazis. Gerade für
Deutsche müsse ein Boykott ein
Tabu bleiben. In Israel selbst
stehen Boykott-Aufrufe unter
Strafe. Die Knesset hat diesen
Monat ein entsprechendes Gesetz
erlassen. Kauft nicht bei
Lieberman ... - Rolf Verleger
- ... kauft bei Uri Avnery!
Nicht bei Ehud Barak, aber bei
Jitzchak Rabin. Nicht bei Golda
Meir, aber bei Nahum Goldmann.
Nicht bei Mosche Dayan, aber
bei Martin Buber. Nicht bei
Zipi Livni, aber bei Felicia
Langer. Nicht bei David Ben-Gurion,
aber bei Mosche Scharett. Nicht
bei Wladimir Jabotinsky, aber
bei Chaim Weizmann. Nicht bei
Menachem Begin, aber bei Hannah
Arendt. Nicht bei Benjamin Netanjahu,
aber bei Daniel Barenboim. Allgemein
gesagt: Unterstützt nicht den
skrupellosen Nationalismus!
Sondern unterstützt die Juden,
die sich einsetzen für einen
Ausgleich Israels mit seinen
arabischen Nachbarstaaten und
für die Emanzipation der Palästinenser
von ihren israelischen Besatzern!
>>>
BDS - Boykott, Desinvestition
und Sanktionen -
gegen Israel, bis es mit Internationalem
Recht und den universellen Prinzipien
der Menschenrechte übereinstimmt.
Bis Israel das Völkerrecht einhält
und die legitimen Rechte der
Palästinenserinnen und Palästinenser
anerkennt >>>
BRIDES BOYCOTT AHAVA AND SODASTREAM
George Orwell trifft Mel Brooks
im Gefängnis von Internationalen
Akrivisten -
Jack English -
Die anhaltende
Unterdrückung von internationalen
Aktivisten am Donnerstagabend
in Hebron wurde lächerlich.
Etwa um halb acht am 19.Januar
näherte sich ein Aktivist auf
dem Weg nach Hause einem
militärischen Kontrollpunkt,
wo zwei Soldaten ihren Dienst
taten und ihn als einen internationalen
Aktivisten erkannten. Sie forderten
ihn auf, sich und seine Tasche
untersuchen zu lassen. Nachdem
sie zwei große Tüten Tee
fanden, von denen sie behaupteten
es seien Drogen und ein Campingbestecke
aus Messer, Gabel und Löffel,
riefen sie die Polizei, um ihn
zu verhaften. Doch als die
ankamen, bestätigten die Offiziere,
dass es legal sei, Tee und die
Essgeräte mit sich zu führen.
Nach weiterer Diskussion mit
den Soldaten wurde der Aktivist
informiert, dass er trotzdem
verhaftet werde und zur Polizei
in der benachbarten illegalen
Siedlung von Kiryat Arba zu
einem Verhör gebrachte werde,
denn er hätte einen „öffentlichen
Bediensteten beleidigt“.Der
angebliche spezielle Akt wurde
unglaublicher Weise mit „ einen
Soldaten anfurzen“ erklärt.
Auf dem Weg zur Polizeistation
sang der anklagende Soldat Lieder
und demonstrierte so seine Aufregung
und die Überzeugung, dass der
Internationale für diese angeblich
blähende Beleidigung deportiert
werde. Natürlich folgte eine
lange Wartezeit und ein kurzes
Verhör, die lächerliche Anklage
wurde fallen gelassen und der
Aktivist entlassen. Auf dem
Weg nach draußen verließ ihn
der Soldat mit der Warnung und
Drohung: „Ich werde mir dein
Gesicht merken. Ich werde für
dich ein Alptraum werden.“ Die
Absurdität dieses Vorfalles
lässt eine ernste Frage nach
der Reife der vielen schwer
bewaffneten Mitglieder der israelischen
Besatzungssoldaten stellen und
nach der professionellen Integrität
der isr. Polizeioffiziere, die
versuchten, mit diesen Anklagen
weiter zu kommen. Dies ist bedeutend
>>>